Eine entsprechende anonyme Anzeige ging am 16. Oktober bei der Staatsanwaltschaft Graz ein, wie deren Sprecher Hansjörg Bacher erklärte. Darin wird den Führungskräften vorgeworfen, sie hätten Insassen Arbeiten für private Zwecke bzw. in Privat- und Vereinshäusern auf Kosten der Steuerzahler durchführen lassen. Als Gegenleistung seien den Häftlingen diverse Vorzugsbehandlungen bzw. Hafterleichterungen gewährt worden.
Möglichkeit besteht zu "besonderem Stundensatz"
Konfrontiert mit den Vorwürfen räumte Vollzugsdirektor Peter Prechtl zwar ein, dass es Arbeitsaufträge über Möbelstücke oder den Einbau von Fenstern und Türen gegeben habe. Diese Arbeiten seien aber im Rahmen des Erlaubten und über Genehmigung der Vollzugsdirektion erfolgt: "Das ist nichts Besonderes. Diese Möglichkeit besteht für Beamte zu einem besonderen Stundensatz." "Gegengeschäfte" habe es hingegen nicht gegeben.
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