

Der Spielkreis Götzis befindet sich im Probenendspurt für das Stück „Die Wirtin“. Das plötzliche Ableben des Regisseurs ist für die Gruppe eine besondere Herausforderung.
Es sind zwar traurige Umstände, doch für die Mitwirkenden ist es eine Ehrensache, das Vermächtnis von Roland Ellensohn mit dieser Produktion weiterzuführen. Der Spielleiter und Regisseur verstarb am 6. April ganz überraschend. Mit Unterstützung des Vereins soll seine letzte Regiearbeit trotzdem wie geplant über die Bühne gehen. „Als Regieassistenz durfte ich in 120 Probenstunden miterleben, mit welcher Leidenschaft und Präzision unser Regisseur Roland an diesem Projekt arbeitete“, so Lisa Schöpf, die nun die Fäden in die Hand gelegt bekommen hat.
Eine große Aufgabe für alle Mitwirkenden
Trotz des Wechselbads der Gefühle zwischen Trauer und Premierenvorfreude ist die ganze Truppe fokussiert, das Stück im Sinne des allseits beliebten und einzigartigen Regisseurs in Götzis auf die Bühne zu bringen. „Das Produktionsteam ist zu einer kleinen Familie herangewachsen. Wir werden alles daran setzen, Rolands jüngste und letzte Regie-Handschrift auf der Bühne zu zeigen“, berichtet Schauspielerin Teresa Marte über das große Erbe.
Ich empfinde es als große Ehre, dass das Team mir so viel Vertrauen schenkt. Ich bin unendlich dankbar für die Zusammenarbeit mit Roland und für alles, was ich von ihm lernen durfte.
Lisa Schöpf, Regieassistenz
Durch Ellensohns Motivation hat etwa auch Darstellerin Sabine Allgäuer wieder zurück auf die Theaterbretter gefunden. „Roland hat an mich geglaubt. Nur durch seinen Zuspruch habe ich mich nach einer langen Pause als aktive Schauspielerin wieder getraut, in die Rolle der Mirandolina zu schlüpfen“, erzählt sie.
„Die Wirtin“, im Vereinshaussaal der Kulturbühne AmBach, Premiere, Fr., 26.4., 20 Uhr,
Weitere Termine: So., 28.4., Di., 30.4., So., 5.5. und Mi., 8.5., Beginn 20 Uhr, sonntags 18 Uhr
Ein Spiel mit ungeahnten Folgen
Seit vielen Jahren bringen die Mitglieder des Spielkreises Götzis Theaterstücke quer durch alle Genres auf die Bühne. „Die Wirtin“ von Peter Turrini, frei nach Goldoni, lebt durch Humor und Tiefgang. „Das Stück ist ironisch-leicht, gleichzeitig bringt es zwischen den Zeilen anregende und ernste Denkanstöße mit“, berichtet Teresa Marte, welche die Rolle „Ortensia“ verkörpert.


Die Handlung verspricht einen unterhaltsamen Theaterabend: Mirandolina, eine heiß begehrte Wirtin, hat alle Hände voll zu tun, sich die Männer vom Leibe zu halten – vom liebestollen Marchese bis zum Kellner. Nur der bekennende Weiberhasser Cavaliere lockt die Wirtin aus der Reserve. Und sie versucht, ihn mit allen Mitteln der weiblichen Verführungskunst zu umgarnen. Das Spiel beginnt und hat ungeahnte Folgen...
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