Frontalangriff der FPÖ

Deftige Wortwahl im Wahlkampf-Endspurt

Niederösterreich
12.04.2024 05:55

Nicht gerade zimperlich startet die FPÖ knapp drei Wochen vor der Gemeinderatswahl in Vösendorf ihren Intensivwahlkampf: Amtierender ÖVP-Bürgermeister Hannes Koza wird zum Feinbild, die Wortwahl ist mitunter deftig.

Während sich ÖVP und SPÖ im Vösendorfer Wahlkampf gegenseitig mit Schmutzkübeln übergießen, starteten die Freiheitlichen ihren Intensivwahlkampf nun mit einem Frontalangriff auf den Bürgermeister. Und die Blauen greifen ebenso wie die Neos, die in Anspielung auf den Nachnamen des ÖVP-Frontmannes vor der „Koza Nostra“ warnten, tief in die Wortwitzkiste.

FPÖ-Spitzenkandidatin Kerstin Liebl peitschte ihre Gefolgsleute erst kürzlich beim ...
FPÖ-Spitzenkandidatin Kerstin Liebl peitschte ihre Gefolgsleute erst kürzlich beim Wahlkampfauftakt ein.(Bild: FPÖ)

Obschon die Wortwahl „Korruption ko(t)zt uns an“ nicht unbedingt die höchsten Niveau-Ansprüche bedient, spricht FPÖ-Spitzenkandidatin Kerstin Liebl einen wunden Punkt an: „In Vösendorf zieht sich die Korruption wie ein schwarzer Faden bis zu den Schalthebeln der Macht“, so die studierte Juristin. Als solche will sie für Rechtsstaatlichkeit eintreten und im Sinne der Transparenz für „eine saubere und ehrliche Politik im Auftrag und Interesse der Bürger“ kämpfen.

„Eine Diversion ist kein Freispruch!“
Nicht müde wird sie zu betonen, dass das Verfahren gegen Hannes Koza nur nach einer Diversion eingestellt wurde – von einem Freispruch könne also keine Rede sein: „Wir brauchen einen Neuanfang in Vösendorf. Denn so kann es nicht weitergehen!“

Schwarz-rote Streiterei ebnet Blauen den Weg
Da spielen die Prozesse, die auch gegen die vor der ÖVP regierenden SPÖ angestrebt wurden, natürlich den Freiheitlichen in die Hände. Der Bürgermeister setzt sich indes gekonnt in Szene, gibt sich leutselig, lobt die Landwirtschaft im Ort. Und weist gegenüber der APA zurück, seine Wahlkampfkosten über die Gemeinde abzurechnen. Zeitgleich wirft ihm die SPÖ vor, als Bürgermeister die Durchführung roter Parteiveranstaltungen absichtlich zu erschweren. Und die FPÖ reibt sich die Hände ...

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