Erschreckende Szenen in Oberwart im Burgenland: Am helllichten Tag gelang einer jungen Frau die Flucht aus einer Wohnung, eine Zeugin rief die Polizei. Das Opfer soll festgehalten und brutal geschlagen worden sein. Ein Mann habe sie mit einer Waffe bedroht, um sie zum Sex zu zwingen. Der Beschuldigte ist in Haft.
Der erschütternde Vorfall, der in der Roma-Siedlung in Oberwart für helle Aufregung gesorgt hat, ereignete sich am vergangenen Samstag zu Mittag. Während ganz in der Nähe zur Feier der neuen Klinik des Burgenlandes ein Besucheransturm und reges Treiben herrschte, schreckten eine Anrainerin die Schreie einer verzweifelten Frau auf.
„Help, help!“
„Ich war beim Kochen, als ich die lauten Hilferufe in englischer Sprache hörte. Die junge Frau irrte auf der Straße umher, hat bitterlich geweint und am ganzen Körper gezittert“, berichtet die Zeugin im Gespräch mit der „Krone“.
Der Schock saß tief
Mit angsterfüllter Stimme hat die 18-Jährige mitgeteilt, dass sie in einer Wohnung festgehalten worden sei. Ein Mann habe sie geschlagen und mit einer Kalaschnikow bedroht, weil er von ihr Sex wollte, so die Kosovarin.
Mitten in den schockierenden Schilderungen verließ der Beschuldigte mit einem Begleiter das Haus. Die zwei Verdächtigen machten sich eilig aus dem Staub. Die Zeugin alarmierte die Polizei.
Waffe, Munition entdeckt
Rasch konnten die beiden Männer, ebenfalls aus dem Kosovo, aufgespürt werden. Gleichzeitig lief eine Hausdurchsuchung. „Viele Polizisten waren im Einsatz. Sie suchten sogar das Dach ab“, sagte ein Anrainer. Eine Kalaschnikow wurde nicht gefunden, allerdings ein Kleinkalibergewehr, das im Garten unter Gerümpel versteckt war. Die Polizei stellte weiters jede Menge Munition sicher.
„Drei im Kokain-Rausch“
Laut Angaben der 18-Jährigen sollen in der Wohnung, in der sie festgehalten worden sei, der Besitzer und die beiden kosovarischen Staatsbürger am Abend zuvor Kokain konsumiert haben. Der Burgenländer (28) sei bald verschwunden, erklärte die Frau. Später habe sie Todesängste ausgestanden.
Verdächtiger festgenommen
Aufgrund von Fluchtgefahr sitzt der 45-jährige Beschuldigte derzeit in der Justizanstalt Eisenstadt. In der Roma-Siedlung ist die Situation angespannt. „Seit Monaten tauchen hier regelmäßig Fremde auf und verbreiten keine gute Stimmung“, erzählen etliche Bewohner. Gleich am Montag in der Früh wollen sich die besorgten Anrainer Hilfe suchend an den Bürgermeister wenden.
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