Nach 1:2-Niederlage

Arnautovic: “Der BVB hat nur Glück, sonst gar nix”

Sport
25.08.2012 11:36
Der Auftakt war vielversprechend, einen zählbaren Erfolg gab es für Österreichs Fußball-Trio bei Werder Bremen aber nicht. Marko Arnautovic (Bild), Zlatko Junuzovic und Sebastian Prödl unterlagen mit ihrem Team am Freitagabend bei Meister Borussia Dortmund mit 1:2. Vor allem Arnautovic überzeugte mit einem Stangenschuss und der Vorarbeit zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Die Niederlage begründet er lapidar: "Der BVB hat nur Glück, sonst gar nix."

Dabei war der 23-jährige ÖFB-Stürmer zum Bundesliga-Auftakt nur als Notnagel für den angeschlagenen Nils Petersen in die Startformation gerutscht. "Wir haben gut gespielt, aber davon können wir uns nichts kaufen", gestand Arnautovic. Mit einem sehenswerten Volley traf er vor der Pause Aluminium (24.). Das 1:1 durch den Tschechen Theodore Gebre Selassie bereitete der Wiener mit einer präzisen Flanke aus dem Stand vor (75.).

"Sehr enttäuschend"
"Wir haben ein gutes Spiel gemacht - mit Ausnahme von zwei Fehlern, die hat Dortmund eiskalt ausgenutzt", erklärte Arnautovic, der sich mit neuem Flaum auf den Wangen präsentierte: "Das ist sehr enttäuschend. Der BVB hat einfach nur Glück, sonst gar nix." Erst traf Neuzugang Marco Reus (11.), dann versetzte der eingewechselte Jungstar Mario Götze die 80.000 Fans in Ekstase (81.). Götze war in der Vorsaison von einer langwierigen Schambeinentzündung zurückgeworfen worden, zuletzt plagte ihn eine Augenentzündung. "Dieses Tor war eine Befreiung", erklärte der 20-Jährige.

Junuzovic: "Nicht effektiv genug"
Den Unterschied machte die Chancenverwertung aus. "Wir haben uns selbst für eine gute Leistung nicht belohnt, weil wir vor dem Tor nicht effektiv genug waren", meinte Junuzovic, der sich gewohnt lauffreudig zeigte.

Nach dem blamablen Cup-Aus beim Drittligisten Preußen Münster (2:4 n.V.) ließen die Bremer zumindest einen klaren Aufwärtstrend erkennen. "Wir sind enttäuscht, aber wir nehmen unheimlich viel Positives mit", betonte Trainer Thomas Schaaf: "Wir haben dem Gegner viel abverlangt, das nehmen wir für die nächsten Spiele mit", ergänzte Arnautovic. Er selbst darf sich nach seiner Vorstellung Hoffnungen auf weitere Einsätze von Beginn an machen, obwohl die Verpflichtung des Nigerianers Joseph Akpala den Konkurrenzkampf im Angriff noch einmal verstärkt hat.

Letzte Saison für Bayern-Coach Heynckes?
Unterdessen sorgte in Deutschland ein Interview mit Bayern-München-Trainer Jupp Heynckes in der "Süddeutschen Zeitung" für Aufregung. Darin deutete der 67-Jährige seinen Abschied mit Saisonende an. "Wir haben einen Zweijahresvertrag, der endet am 30. Juni 2013. Und dann geht wieder ein Lebensabschnitt zu Ende", sagte Heynckes, der in der Vorsaison dem derzeit verletzten ÖFB-Jungstar David Alaba bei den Bayern zum Durchbruch verholfen hat.

"Der Klub hat mal gesagt, im Dezember, im Januar, im Frühjahr wird man sich zusammensetzen", verriet Heynckes. "Aber ich bin ja nicht mehr 37." Der Trainer-Routinier hatte seine dritte Amtszeit beim Rekordmeister im Sommer 2011 angetreten. Vergangene Saison verpassten die Münchner aber die Titel in Meisterschaft, Cup und Champions League jeweils knapp. Als Wunschnachfolger gilt der ehemalige Barcelona-Trainer Josep Guardiola.

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