Neu aufgestellt wird das Bildungskonzept am HTL-Standort Karlstein. Während ein neuer Direktor die Zukunft einleiten soll, bereiten Schülerzahlen große Sorgen. Höchste Eile ist dabei geboten.
Stark bewegt die Region die einzige HTL im Waldviertel. Die Schule gilt als ausbildungstechnisches Schmuckkästchen für Uhrmacher im europäischen Raum. Doch nicht so rund wie ein Uhrwerk läuft es dort aber mit den Schülerzahlen. Beim runden Doppeljubiläum stellte man im Vorjahr deshalb die Neuausrichtung des Standortes vor – die „Krone“ berichtete.
Still und heimlich kam neuer Schulleiter
In eine aussichtsreiche Zukunft soll nun der neue, interimistisch eingesetzte Schulleiter Gerold Kornell führen. Er hat die Arbeit bereits aufgenommen und soll Direktor Wolfgang Hörmann schon operativ abgelöst haben, heißt es aus der Region. Die Gründe dafür will die Bildungsdirektion aus Datenschutzgründen nicht benennen.
Die Schule hat aktuell 145 Schüler. Diese Zahl geht konstant 5 Prozent pro Jahr nach unten. Das zeichnet sich weiter ab.
Kurt Lobenschuß, SPÖ-Regionalpolitiker
Zukunftsträchtige Konzepte
Jedenfalls werde derzeit mit Schule und Region an zukunftsträchtigen Konzepten für die Bildungseinrichtung gearbeitet, weil es sich hier hierbei um einen wichtigen Schulstandort innerhalb der Region handle, teilt die Schulbehörde dazu mit.
Dass größte Eile bei der Umsetzung des neuen Konzeptes geboten ist, betont indes der SPÖ-Gemeindevertreter Kurt Lobenschuß, der auch klarstellte, dass beim Fahrplan beim öffentlichen Schülerverkehr leider nicht alle Zahnrädchen ineinandergreifen.

Dramatische Schülerzahlen geortet
Alarm schlägt der Politiker bei den Zahlen für kommendes Schuljahr: „Ende Februar soll es für die HTL 28 Anmeldungen gegeben haben, für die Uhrenfachschule fünf, für die Fachschule sogar gar keine! Die Fachschule hat damit zum dritten Mal in Folge keine Schüler und der dritte Jahrgang umfasst jetzt vier Schüler!“ Die Behörde könne diese Zahlen nicht nachvollziehen – sie würden auch noch nicht feststehen. Man orte aber keine signifikanten Unterschiede zu den Vorjahren.
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