Lange verschollene Art

Seltene Maus zieht jetzt im Salzburger Zoo ein

Land & Leute
18.03.2024 15:15
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Zwei kleine, seltene Wühlmäuse ziehen im Salzburger Zoo ein. Erstmals 1962 in Oberbayern entdeckt, fehlte für Jahrzehnte jede Spur von der Wildmaus-Art. Nun wird sie bald in Salzburg-Hellbrunn heimisch ...

Sie ist nur etwa zehn Zentimeter groß, wird bis zu 28 Gramm schwer und hat winzig kleine Augen sowie im Fell verborgene Ohrmuscheln. Die Rede ist von der extrem seltenen Bayerischen Kurzohrmaus. Erstmals im Jahr 1962 bei Garmisch-Partenkirchen entdeckt, galt sie für Jahrzehnte als verschollen. Erst 2001 konnte sie wieder aufgespürt werden. Nun ziehen zwei der seltenen, kleinen Kurzohrmäuse im Salzburger Zoo ein.

Die Suche nach der Bayerischen Kurzohrmaus aber ging weiter. Im Herbst 2023, nach der Auswertung von anderthalb Millionen Aufnahmen von Wildtierkameras, kamen Fachleute den kleinen Nagern auf die Spur. Nach mehr als 60 Jahren konnte bei Mittenwald ein Exemplar lebend gefangen werden. Laut Bayerischem Umweltamt gilt die Kurzohrmaus als eines der seltensten Säugetiere der Welt.

Die Bayerische Kurzohrmaus ist eines der seltensten Säugetiere der Welt.
Die Bayerische Kurzohrmaus ist eines der seltensten Säugetiere der Welt.(Bild: Zoo Salzburg/Angelika Köppl)

„Auch kleine Tiere schützenswert“
„Unsere beiden Bayerischen Kurzohrmäuse wurden im Alpenzoo Innsbruck geboren. Dort hat man sie erstmals gezielt nachgezüchtet“, sagt Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner. Mit dem Ziel eine Erhaltungspopulation aufzubauen, wurden Nachzuchten erst an zwei Tiergärten in Deutschland und nun an zwei in Österreich abgegeben, unter anderem an den Zoo Salzburg.

„Viele wissen, dass zum Beispiel der Schneeleopard gefährdet ist, aber den Namen Bayerische Kurzohrmaus haben, die meisten Menschen noch nicht einmal gehört“, betont Grebner. „Für den Erhalt der Biodiversität sind die Kleinen aber ebenso schützenswert wie die Großen, weshalb wir sehr stolz sind, bei diesem Projekt mitzuwirken.“

Wann die seltenen Wühlmäuse für Besucherinnen und Besucher zu sehen sein werden, steht noch nicht fest. „Zunächst liegt der Fokus eindeutig auf der Zucht der seltenen Mäuseart“, so Grebner.

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