Der Hochwasserschutzbau verhinderte im Vorjahr in ganz Kärnten Schäden von 25 Millionen Euro. Daher soll weiter Geld investiert werden.
Starkregen, der Keller unter Wasser setzt, Bäume, die der Sturm über Stromleitungen und Straßen sowie auf Häuser wirft, Muren, die auf dem Weg durch Gebäude alles zerstören, Menschen, denen das Unwetter ihr Hab und Gut raubt: In den vergangenen Jahren kam es oft zu Naturkatastrophen. Was ist noch sichtbar? Welche Angst bleibt?
Eines dürfen wir nicht vergessen: Die Menschen haben immer noch Angst. Oft reicht ein Donner und die Nerven liegen blank.
Lavamünds Bürgermeister Wolfgang Gallant
Ganz Lavamünd ist im Jahr 2012 überflutet worden. Mittlerweile wurde der Hochwasserschutzbau an Drau und Lavant bereits umgesetzt, die „Kärntner Krone“ berichtete darüber. Aber auch nach den Unwettern im Vorjahr war der Schaden in der Marktgemeinde horrend. Rund eine Million Euro sind im August durch Hangrutsche, beschädigte Straßen zusammen gekommen. Grund genug für Landesrat Daniel Fellner, in der im vergangenen Jahrzehnt massiv betroffenen Gemeinde auf den Katastrophensommer zurückzublicken. „Ein solches Drama wie hier wird sich nicht wiederholen.“
Durch meterhohe Schutzwände konnten bereits im Vorjahr dramatische Überflutungen verhindert werden. Fellner: „So konnte ein Schaden von zwei Millionen abgewendet werden.“ In Lavamünd alleine, wohlgemerkt. Massive Baumaßnahmen verhinderten im Katastrophenjahr 2023 in ganz Kärnten sogar Schäden von 25 Millionen Euro.
Die Jahresmenge Regenwasser liegt üblicherweise bei 970 Millimeter. Im oberen Gailtal wurde allein im Oktober 2023 ein Drittel dieser Menge gemessen.
Die zehn errichteten Rückhaltebecken von Villach bis ins Lavanttal waren teilweise bis zum Rand voll. Fellner: „Der Schutzbau muss aber weiter laufen.“ Rückblickend gesehen gab es im Vorjahr überdurchschnittliche Niederschläge, die für Hangrutschungen, Muren, Überflutungen sorgten. Der Leiter der Schutzwasserwirtschaft, Stephan Schober: „Der Sucherbach bei Eberndorf hat durch sein Rückhaltebecken etwa bereits drei Millionen Euro an Schaden erspart.“
Speziell im Raum Südkärnten führten die verheerenden Unwetter 2023 zu erheblichen Schäden. „Wir können nicht davon ausgehen, dass solche Hochwasserereignisse abnehmen werden.“ Daher soll weiterhin viel Geld für Schutzbauten investiert werden.
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