Das ist bitter: Für die einen endete die heurige Skisaison nach schweren Stürzen im Krankenhaus, die andere wurden enttäuscht, da im langersehnten Skiurlaub etliche Pisten gesperrt oder in schlechtem Zustand waren. Die „Krone“ wollten von der Arbeiterkammer wissen, wie es hier mit Schadenersatz ausschaut.
Pickelharte oder sulzige Abfahren, kein Schnee in den Sturzräumen abseits der Pisten: Für viele Wintersportler endete die heurige Saison bereits im Krankenhaus. Dabei fällt auf, dass nicht nur die Anzahl der Skiunfälle zunimmt, sondern auch der Schweregrad der Verletzungen.
Bergrettung gefordert
Das bestätigt auch Reinhold Petz von der Bergrettung Aigen-Schlägl, die am Hochficht Dienst tut. Bis zu siebenmal täglich rücken die Freiwilligen an Wochenenden aus, um gestürzte Wintersportler auf der Piste zu versorgen.
1577 Verletzte nach Skiunfällen wurden von Dezember 2023 bis Ende Februar in den Kliniken der OÖ Gesundheitsholding versorgt. Das sind um rund 20 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres und auch die Schwere der Verletzungen nahm zu.
Ansprüche nach schweren Stürzen?
Doch gibt’s Schadenersatz, wenn es wegen widriger Pistenverhältnisse zu Verletzungen kommt? „Schadenersatz hat immer etwas mit Verschulden zu tun. Wenn die Verantwortlichen mit Hochdruck am Pistenzustand arbeiten und dieser wegen des Wetters schlechter wird, kann niemand etwas dafür“, sagt Ulrike Weiß vom Konsumentenschutz der Arbeiterkammer OÖ.
„Hier hat jeder Selbstverantwortung. Wo Natur im Spiel ist, können nicht andere haftbar gemacht werden“, so die Konsumentenschützerin. Ähnlich sieht es bei den Kosten für Hotelzimmer oder Liftkarte aus.
Wetter ist höhere Gewalt
Auch hier ist die für den Skiurlaub gebuchte Unterkunft nicht „schuld“, wenn das Wetter den Pisten zusetzt und ein paar gesperrte Abfahrten reichen noch nicht aus, um bei den Liftkarten Geld zurückzubekommen. „Da müsste schon das ganze Skigebiet gesperrt sein“, so Weiß.
Ihr Tipp für den Oster-Skiurlaub: „Liftkarten nicht gleich dazukaufen bzw. auf kurzfristige Stornomöglichkeiten bei den Hotels achten.“
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