Bundesliga-Auftakt

Klare Siege für den SK Rapid, Salzburg und Mattersburg

Sport
21.07.2012 20:47
Der Auftakt der tipp3-Bundesliga hat am Samstag mit Siegen von Meister Red Bull Salzburg, SK Rapid und SV Mattersburg geendet. Die Mozartstädter schlugen auswärts Sturm Graz ebenso 2:0 wie Mattersburg im Heimspiel Wiener Neustadt. Rapid setzte sich in Innsbruck, u.a. dank eines Doppelpacks von Neo-Stürmer Terrence Boyd, klar mit 4:0 durch. Die Partie der Wiener Austria beim Wolfsburger AC musste wegen starker Regenfälle abgesagt werden.

SK Rapid - Wacker Innsbruck 4:0 (2:0)
Rekordmeister Rapid Wien ist mit einem hochverdienten 4:0-Heimsieg über Wacker Innsbruck in die Saison gestartet. Neuverpflichtung Terrence Boyd (4., 71.), mit zwei Toren sowie einem Assist der Matchwinner, Stefan Kulovits (20.) und Christopher Drazan (56.) erzielten die Treffer für den amtierenden Vizemeister, der eine überzeugende Leistung bot.

Rapid erwischte vor 14.800 Zuschauern, darunter auch Ex-ÖFB-Teamchef und -Rapid-Erfolgstrainer Josef Hickersberger, einen optimalen Start, denn nach nicht einmal vier Minuten hieß es bereits 1:0: Nach einem perfekt getimten Zuspiel von Ildiz bediente Drazan vom linken Flügel aus Boyd per Stanglpass ideal. Und der 21-jährige US-Teamstürmer besorgte aus kurzer Distanz die Führung der Grün-Weißen.

Nach dem schnellen Treffer beherrschten die extrem offensiven Hütteldorfer die Partie klar und durften nach knapp 20 Minuten bereits über das 2:0 jubeln: Nach Vorarbeit von Drazan und mustergültigem Seitenwechsel-Pass von Kapitän Steffen Hofmann traf Kulovits mit einem herrlichen Schuss von der Strafraumgrenze ins lange Eck. Es war der erste Treffer des 29-jährigen "Mittelfeld-Staubsaubers" im Hanappi-Stadion. Danach gönnten sich die Hausherren vorübergehend eine schöpferische Pause, wodurch die Innsbrucker kurzzeitig etwas besser ins Spiel fanden. 

In die zweite Hälfte startete Rapid mit viel Elan, wobei Boyd weiterhin ein ständiger Gefahrenherd war. Nach Trimmel-Flanke schoss sein Seitfallzieher über die Latte (48.), wenig später erkämpfte sich dann der in Bremen geborene Sohn eines US-Soldaten und einer Deutschen den Ball im Mittelfeld und stürmte alleine aufs Tor zu. Anstatt es selbst zu versuchen, spielte Boyd aber uneigennützig quer am Tormann vorbei auf den mitlaufenden Drazan, der den Ball nur noch zum 3:0 über die Linie zu drücken brauchte (56.).

Damit war der Torhunger der Rapidler aber noch immer nicht gestillt. Nach Idealpass von Hofmann schlug erneut Boyd zu. Seinen Schuss lenkte Innsbruck-Schlussmann Safar zwar noch an die Latte, doch von dieser kullerte er mit entsprechendem Drall über die Linie (71.). Es war die letzte Aktion des neuen Fan-Lieblings, der in Minute 73 bei seiner Auswechslung vom grün-weißen Anhang gefeiert wurde. Am Ende waren die Innsbrucker mit 0:4 noch gut bedient.

SV Mattersburg - SC Wiener Neustadt 2:0 (1:0)
Einen idealen Start in die Saison erwischte der SV Mattersburg. Die Burgenländer feierten einen souveränen 2:0-Heimsieg gegen Wiener Neustadt. Für die Tore vor 4.000 Zuschauern im Pappelstadion sorgten Michael Mörz (38.) und Thorsten Röcher (64.). Wiener Neustadts Neo-Coach Heimo Pfeifenberger erlebte damit ein verpatztes Trainer-Debüt im heimischen Oberhaus.

Die neu zusammengewürfelte Wiener Neustädter Truppe hatte durch Dario Tadic die Chance auf die frühe Führung (6.), danach übernahmen aber die Hausherren das Kommando. Wiener-Neustadt-Goalie Jörg Siebenhandl bewies bei einem Kopfball von Patrick Bürger (14.) und einem Schuss von Alois Höller (17.) seine Klasse. In der 38. Minute musste sich der 22-jährige Schlussmann dann aber geschlagen geben. Nach Flanke von Patrick Farkas von der rechten Seite köpfelte Kapitän Mörz überlegt zum 1:0 ein.

Wiener Neustadt, das vielerorts als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt wurde, präsentierte sich aber gefällig und tauchte vor allem durch Sturmtank Günter Friesenbichler (33., 56.) das eine oder andere Mal gefährlich im Strafraum des SVM auf. In der 64. Minute machten die Mattersburger dann aber den Sack zu. Nach Pass von Ilco Naumoski zog Röcher energisch in den Strafraum und traf flach ins linke Eck zum 2:0.

Sturm Graz - Red Bull Salzburg 0:2 (0:2)
Meister Salzburg hat die Mission Titelverteidigung mit einem Sieg gestartet. Die Mozartstädter, die vier Tage nach dem peinlichen 0:1 in der Champions-League-Qualifikation gegen Düdelingen ein anderes Gesicht zeigten, setzten sich auswärts gegen Sturm Graz dank eines Blitzstarts 2:0 durch. Obwohl die "Bullen" nach einer Gelb-Roten Karte für Stefan Ilsanker (56.) über eine halbe Stunde in Unterzahl spielen mussten, schafften die Hausherren keine Wende mehr. 

Salzburg startete überfallartig und erwischte die auf dem tiefen Boden umherirrenden Grazer auf dem falschen Fuß. Hierländer (2.), David Mendes (2.) und Hinteregger (3., 5.) vergaben in der starken Anfangsphase die ersten Topchancen der Salzburger. In der 11. Minute gelang den aktiven und lauffreudigen Gästen dann folgerichtig die Führung. Nach Lochpass von Hierländer enteilte Soriano der in den ersten Minuten völlig indisponierten Sturm-Abwehr und ließ Gratzei keine Chance.

Der zum ersten Tor der neuen Saison führende Konter wurde allerdings mit einer handsverdächtigen Balleroberung von Ulmer eingeleitet. Beim zweiten Treffer fing Teigl einen leichtsinnigen Fehlpass von Vujadinovic ab. Seine perfekt getimte Flanke von der rechten Seite drückte Soriano aus kurzer Distanz problemlos zum 2:0 (22.) über die Linie.

Nach dem Anfangsfurioso ließ es Salzburg mit der sicheren Führung im Rücken deutlich ruhiger angehen. Sturm konnte den Salzburgern auch nach Gelb-Rot für Ilsanker (56.) lange nicht entscheidend zusetzen. Erst in der 76. Minute fand Imre Szabics die dicke Chance auf den Anschlusstreffer vor, der Ungar setzte aber einen Kopfball aus fünf Metern neben das Tor. Auch Jürgen Säumel scheiterte beim Abschluss (88.).

Wolfsberger AC - Austria Wien abgesagt
Buchstäblich ins Wasser gefallen ist am Samstag das Bundesliga-Debüt von Aufsteiger WAC. Wegen der starken Regenfälle in Kärnten musste die Auftaktpartie in der Lavanttal-Arena gegen die Wiener Austria nach der Kommissionierung vier Stunden vor dem geplanten Spielbeginn (18.30 Uhr) wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt werden.

Nachdem es zunächst geheißen hatte, die Partie würde am Sonntag nachgetragen werden, gaben beide Klubs wenig später bekannt, dass die Bundesliga erst am Montag einen Ersatztermin bekannt geben werde. Die seit Freitag in Kärnten weilenden "Veilchen" traten daher noch am Samstagnachmittag die Heimreise an. Alle verkauften Tickets behalten für den Nachtragstermin ihre Gültigkeit.

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