Die zwei an und für sich gut ausgerüsteten Wanderer waren mit vier Bergkameraden beim Abstieg vom Dachstein und gingen als letzte ihrer Gruppe über den Gletscher. In etwa 1.900 Metern Höhe gerieten sie ins Rutschen und schlitterten 100 Meter den 35 Grad steilen Firnhang hinunter - geradewegs auf eine Gletscherspalte zu.
Der 70-Jährige wurde durch die Rutschgeschwindigkeit über den drei Meter breiten Graben geschleudert und konnte sich am gegenüberliegenden Rand mit den Händen festklammern. Der 32-Jährige fiel dagegen drei Meter tief in die Spalte und landete auf einer Schneebrücke. Es gelang ihm, sich kriechend etwas nach oben zu arbeiten. Von dort zog ihn der Ältere mit den zusammengeknoteten Fangriemen seiner Steigeisen heraus.
Die übrigen Gruppenmitglieder hatten in der Zwischenzeit einen Notruf abgesetzt. Zehn Alpinpolizisten, die gerade zu einer Ausbildung in dem Gebiet unterwegs waren, und ein Mitarbeiter der Seilbahn kamen den Leichtverletzten zu Hilfe.
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