Der Samariterbund ermöglicht Todkranken die Erfüllung ihres letzten Wunsch. Die „Krone“ war bei einer Wunschfahrt mit dem krebskranken Christian dabei.
Christian ist an diesem Abend mit seiner Familie im Haus des Meeres. So wie viele andere auch. Doch der 51-Jährige liegt auf einer Trage, ist im Krebs-Endstadium und weiß, dass dies sein letzter Ausflug sein wird.
Das ermöglicht hat die Wunschfahrt des Samariterbundes, die mit einem umgebauten Rettungsauto und 199 Ehrenamtlichen die letzten Wünsche von todkranken Menschen erfüllt. Finanziert rein durch Spenden.
„Für wen wäre es nicht schwer?“
„Es ist super. Und ich habe noch einmal alle an meiner Seite. Dann kann ich mich verabschieden“, sagt Christian nach der Führung durch das Haus des Meeres, bei der die „Krone“ dabei sein durfte. „Aber es ist auch schwer. Für wen wäre es nicht schwer?“
Die Stimmung ist fröhlich, es wird viel gescherzt. Doch in unbeachteten Momenten merkt man, dass auch Trauer im Spiel ist. Tochter Nina feiert an diesem Tag ihren 28. Geburtstag: „Es ist so schön, weil wir noch einmal was machen konnten. Aber traurig, weil es das letzte Mal sein wird.“
Abschied als wichtiger Teil
Wolfgang begleitet den Ausflug als Ehrenamtlicher: „Bei unseren Fahrten wird der Abschied bewusst. Und das ist ein wichtiger Teil davon.“ In der Woche vor dem Termin, wusste Christian nicht, ob er es noch schaffen würde, erzählt seine Frau Sandra. Doch das hat er.
Acht Tage nach der Wunschfahrt, am 19. Februar, ist Christian schließlich für immer eingeschlafen. Mit dem Wissen, noch unvergessliche Stunden mit seiner Familie verbracht zu haben.
Spendenkonto:
IBAN: AT04 1200 0513 88 91 4144
BIC: BKAUATWW
Verwendungszweck: Wunschfahrt
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