Die Festnahme der 43-jährigen Arbeitslosen war bereits im April erfolgt, jetzt wurden die Erhebungen abgeschlossen, hieß es von der Polizeiinspektion Leibnitz am Donnerstag. Die seit 20 Jahren codeinsüchtige Südsteirerin besorgte sich über geborgte und gestohlene E-Cards bei Ärzten die begehrten Hustentropfen.
Sie gab sich als Krankenschwester und sogar als krebskranke Landwirtin aus und benutzte, nötigte und bestahl auch ihre zum Teil entmündigten Opfer, sodass die Polizei von einem Schaden in der Höhe von rund 23.000 Euro ausgeht. Rund 40 geschädigte Personen wurden ermittelt. 2008 war die Frau schon einmal wegen ähnlicher Beschaffungsdelikte zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt worden.
Bekannte mit Frostschutzmittel vergiftet
In der Karwoche schüttete die Süchtige einer Bekannten auch noch Frostschutzmittel ins Getränk: Sie hatte vermutet, dass die Frau sie wegen eines Diebstahls angezeigt hatte, was gar nicht der Fall war. Das Opfer musste eine Woche ins Krankenhaus und kurzzeitig sogar intensivmedizinisch betreut werden, so der ermittelnde Beamte.
Aufgefolgen waren die Praktiken der 43-Jährigen schließlich durch Ärzte und die Gebietskrankenkasse, wo die Häufung der Verschreibung bestimmter Präparate aufgefallen waren. Die Verdächtige wurde wegen Vergehens nach dem Suchtmittelgesetz, gewerbsmäßigen Betruges, Diebstahls, Urkundenunterdrückung, Nötigung, gefährlicher Drohung und absichtlicher Körperverletzung festgenommen und in die Justizanstalt Graz-Jakomini überstellt.
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