Streit mit Anrainer

Rowdy kam mit bewaffneten Angehörigen wieder

Wien
24.03.2026 18:16
Porträt von krone.at
Von krone.at

Durchdrehende Reifen und die damit verbundene Lautstärke in seinem Grätzel haben einen Anrainer am frühen Montagabend in Wien zur Weißglut getrieben. Er ging auf die Straße und stellte den Krawallmacher zur Rede, trat in Rage auch noch auf das Auto seines Gegenübers ein. Der kam nach kurzer Zeit wieder – und hatte seine bewaffnete Familie bei sich.

Ort des „Gefechts“ war die Robert-Lach-Gasse im Bezirk Floridsdorf. Gegen 18 Uhr riss bei dem 36-jährigen Anwohner endgültig der Geduldsfaden, nachdem er zuvor immer wieder einen Autofahrer mit quietschenden und durchdrehenden Reifen in den umliegenden Gassen gehört hatte. Der Lärmgeplagte ging zur Straße und stoppte den Verdächtigen, der in einem schwarzen BMW unterwegs war. Es entwickelte sich ein hitziges Wortgefecht zwischen den beiden, in dessen Folge dem 36-jährigen Anrainer offenbar die Sicherungen durchbrannten – er soll gegen die Seitentür des Autos getreten haben.

Schlagstock und Baseballschläger
Der Lenker, ein 26-jähriger Österreicher, fuhr daraufhin schimpfend davon – um nur kurze Zeit später zurückzukehren. Und er hatte Verstärkung dabei. Laut Polizei kam er mit mehreren Angehörigen zurück, drei von ihnen waren unter anderem mit Schlagstock und Baseballschläger bewaffnet. Was folgte, waren gegenseitige Beschimpfungen und Drohungen. Als der 36-jährige Anwohner plötzlich sein Handy hervorholte und zu filmen begann, suchten die Männer zunächst das Weite. 

In der Robert-Lach-Gasse sorgte der Rowdy für nachhaltigen Wirbel.
In der Robert-Lach-Gasse sorgte der Rowdy für nachhaltigen Wirbel.(Bild: Gerhard Bartel)

Festnahme und Anzeigen
Doch sie kamen allesamt noch einmal an den Ort des Geschehens zurück und stellten sich bei den herbeigerufenen Beamten. Baseballschläger und Schlagstock seien sichergestellt worden, so Polizeisprecher Philipp Haßlinger. „Der 26-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Zwei seiner Begleiter im Alter von 18 und 46 Jahren wurden zur sofortigen Vernehmung auf eine Polizeidienststelle vorgeführt“, so Haßlinger weiter.

Zitat Icon

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft erfolgte die Anzeige wegen gefährlicher Drohung auf freiem Fuß.

Polizeisprecher Philipp Haßlinger, LPD Wien

Gegen die drei Beteiligten wurden vorläufige Waffenverbote ausgesprochen. „Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wien erfolgte die Anzeige wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung auf freiem Fuß.“ Aber auch der genervte 36-Jährige kommt nicht ungeschoren davon: Er erhielt eine Anzeige wegen des Verdachts der Sachbeschädigung am Pkw.

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