Hilflos musste Ronaldo am Mittelkreis mitansehen, wie Cesc Fabregas Spanien ins Finale schoss. "Wir hatten diesen Plan. Wenn es 4:4 gestanden wäre und er den Elfmeter geschossen hätte, würden wir nun andere Dinge besprechen", meinte Portugals Teamchef Paulo Bento auf die Aufstellung seiner Schützen im Elfmeterkrimi angesprochen. Der 43-Jährige wollte Kritik an seinem Star gar nicht aufkommen lassen.
"Als letzter Schütze erntet man Ruhm"
Einige Beobachter legten die Situation anders aus. "Das ist absolut lächerlich. Als letzter Schütze erntet man den Ruhm und hat auch den größten Druck, aber er hat nicht einmal die Chance dazu bekommen. Als Kapitän hätte er den ersten oder zweiten Elfer schießen müssen", meinte Englands ehemaliger Stürmer Alan Shearer in seiner Funktion als BBC-Kommentator.
Verwirrung um Nani und Alves
Für Irritationen sorgten aber auch Nani und Unglücksrabe Bruno Alves. Der Verteidiger konzentrierte sich bereits auf die Ausführung seines Elfers, als Nani vorpreschte und ihm den Ball wegschnappte. Zwar verwertete der Flügelspieler von Manchester United, Alves traf mit dem vierten Penalty aber dann die Latte und besiegelte damit das Aus der Portugiesen.
"Es hat ein wenig Verwirrung geherrscht. Dann hat Bruno den Elfmeter verschossen. Das war entscheidend", meinte Bento. Ob Alves von der Aktion seines Mitspielers beeinträchtigt war, blieb unklar. Nani, der seinen Versuch sicher verwertete, war sich keiner Schuld bewusst: "Er dachte, dass er an der Reihe ist, aber es war mein Elfmeter. Mich hat es nicht beeinträchtigt."
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