Gefechte mit Hisbollah
Israel kündigt baldigen Einsatz vor Libanon an
Als Reaktion auf Gefechte mit der Hisbollah hat Israels Verteidigungsminister jetzt einen baldigen Militäreinsatz an der Grenze zum Libanon angekündigt. Die Truppen würden aus dem Gazastreifen in den Norden des Landes verlegt, sagte Yoav Gallant am Montag.
Vor knapp einer Woche hatte er bereits gesagt, dass Israel die Lage an der Grenze zum Libanon genau beobachte, wo die Hisbollah weiter provoziere. „Wir wollen keinen Krieg, aber wir sind bereit, uns jeder Situation zu stellen, die im Norden entstehen könnte“, so Gallant.
Derzeit liefern sich die israelische Armee und die im Libanon ansässige Schiitenmiliz Hisbollah täglich Gefechte an der gemeinsamen Grenze. Auch die Hamas, mit der die Schiitenmiliz verbündet ist, ist im Libanon aktiv und beschießt von dort aus den Norden Israels mit Raketen.
Raketen aus dem Iran
Die Hisbollah bekannte sich am Montag zu zehn Angriffen auf israelische Armeestellungen in Grenznähe, bei denen Raketen aus iranischer Produktion eingesetzt worden seien. Mitte Jänner hatte Israels Armeechef Herzi Halevi vor einer wachsenden Kriegsgefahr im Norden an der Grenze zum Libanon gewarnt. „Ich weiß nicht, wann der Krieg im Norden stattfinden wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in den kommenden Monaten passiert, ist viel größer als in der Vergangenheit.“ Reservistinnen und Reservisten werden laut dem Verteidigungsminister bereits aus dem Heer entlassen, „um sich auf künftige Einsätze vorzubereiten und bereit zu sein.“
Die Auseinandersetzungen haben sich seit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober massiv verstärkt. Im Südlibanon sollen seither mehr als 200 Menschen gestorben sein, die meisten von ihnen Hisbollah-Angehörige. Umgekehrt meldeten israelische Behörden den Tod von neun Soldaten und sechs Zivilpersonen durch Angriffe aus dem Libanon.
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