Do, 19. Juli 2018

Reise erfolgreich

31.05.2012 18:14

Private Raumkapsel "Dragon" im Pazifik gelandet

Die Reise des ersten privaten Raumtransporters zur Internationalen Raumstation ISS hat ein erfolgreiches Ende gefunden. Die sechs Tonnen schwere unbemannte Weltraumkapsel "Dragon" landete am Donnerstagnachmittag MESZ wie geplant im Pazifik vor der südkalifornischen Küste, teilte das US-Unternehmen SpaceX mit.

Das von der US-Firma entwickelte und wiederverwendbare Gefährt ging um 17.42 Uhr unserer Zeit nieder und wurde dabei von drei riesigen Fallschirmen abgebremst. "Platsch. Landung erfolgreich!", twitterte SpaceX-Chef Elon Musk.

Der genaue Landepunkt sei rund 900 Kilometer westlich von Baja California gelegen - genau im vorgesehenen Zielgebiet, hieß es. Die Kapsel wasserte zwei Minuten vor dem errechneten Niedergang. Vier Schiffe eilten zum Landungsort, Taucher sicherten die Kapsel, die daraufhin wie ein riesiger Fisch mit einer Angel in eines der Boote gehievt wurde.

660 Kilogramm Müll zur Erde gebracht
Der unbemannte Transporter des US-Unternehmens SpaceX war am Dienstag vergangener Woche ins All gebracht worden. Insgesamt lieferte "Dragon" 521 Kilogramm an Versorgungsgütern zur ISS, jetzt wurden 660 Kilogramm Müll zur Erde gebracht, darunter ausrangierte Gerätschaften und die Resultate wissenschaftlicher Experimente. Das Hitzeschild der Kapsel war darauf ausgelegt, beim Wiedereintritt in die Atmosphäre mehr als 1.600 Grad Celsius auszuhalten. Der Transporter hatte lediglich sechs Stunden vor der Landung von der ISS abgedockt (Bild 2).

Durchbruch für ISS-Versorgung
Es war der erste Flug eines privaten Raumtransporters zur ISS. Für die US-Raumfahrt bedeutet der Jungfernflug einen Durchbruch: Seit einem Jahr verfügt die Raumfahrtbehörde NASA über keine Shuttles mehr. Zwar können US-Astronauten in den engen russischen "Sojus"-Kapseln mitfliegen. Doch für größere Transporte ist "Sojus" zu klein.

Die Kapsel soll ab 2015 auch bis zu sieben Astronauten ins All bringen. Derzeit hängen die USA für den Transport ihrer Astronauten komplett von Russland ab, pro Kopf zahlen sie 63 Millionen Dollar.

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