Todesdrohungen gegen Ex-Freundin, Vater und Polizeibeamte: Ein geisteskranker Vorarlberger kommt nach dem Prozess am Mittwoch in Feldkirch (Vorarlberg) in die Geschlossene.
Seit Monaten wird der Unterländer (23) schon im LKH Rankweil stationär betreut. Doch nach seinen letzten strafbaren Handlungen steht fest, der Mann ist brandgefährlich und gehört dauerhaft weggesperrt. „Ohne Einweisung des Betroffenen in ein forensisch therapeutisches Zentrum sind in absehbarer Zukunft weitere Aggressionshandlungen wie schwere Körperverletzung oder gar Mord möglich“, so Staatsanwalt Simon Mathis im Schöffenprozess. Dabei stützt er sich auf das psychiatrische Gutachten von Primar Reinhard Haller, der dem Mann eine schwerwiegende und nachhaltig paranoid halluzinogene Schizophrenie attestiert.
Einsichtig
So hatte der Geisteskranke im letzten April seiner Ex-Freundin gedroht, diese abzuschlachten, sollte sie die Beziehung mit ihm nicht fortsetzen. Als Polizeibeamte ihn kurz darauf stellen, hagelt es Hasstiraden. Schließlich droht er „die Bude“ anzuzünden - und seinem Vater mit dem Umbringen. Laut Haller war der Betroffene nicht zurechnungsfähig. „Er hat massive aggressive Impulse und Gewaltvorstellungen und sagte, dass er sich in die Luft sprengen und einen Arzt umbringen werde.“ Einsichtig zeigt sich der Betroffene schließlich wegen der Einweisung: „Ich weiß, dass ich Hilfe brauche. In meinem Kopf herrscht Krieg.“ C. Dorn
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