In großer Gefahr sieht die SPÖ die traditionelle Gastronomie in Wels. Deshalb hat die Gemeinderatsfraktion nun einen Antrag für die kommende Sitzung des Stadtparlaments eingebracht. In diesem Antrag werden Maßnahmen vorgeschlagenen, um eine Strategie für den Erhalt der gastronomischen Vielfalt zu entwickeln.
Vor einer absoluten Ausdünnung der Gastronomie in Wels warnt die SPÖ. „Vor allem die traditionelle Gastronomie ist gefährdet. Zuletzt häuften sich alarmierende Meldungen, etwa das der Lagerhauswirt oder der Laahenerwirt die letzte Sperrstunde haben“, meint der rote Gemeinderat Johann Reindl-Schwaighofer.
Die Stadt hält für die Verminderung von Leerstand von Geschäften viele Fördermittel bereit. Analog gehören nun für die Gastro Maßnahmen entwickelt.
Johann Reindl-Schwaighofer, SPÖ-Gemeinderat in Wels
Er fordert für die Sitzung des Welser Stadtparlaments im Jänner von Wirtschaftsstadtrat Martin Oberndorfer (VP) die Erstellung einer Strategie zum Erhalt der gastronomischen Vielfalt. Als erste Prämisse soll ein Fördersystem vorgelegt werden, welches Finanzspritzen durch die Stadt bei Neuübernahmen vorsieht.
Förderungen auch für bestehende Betriebe
Auch für bereits geöffnete Gastrobetriebe soll der Betreiber, wenn er mindesten fünf Jahre das Lokal geführt hat, Förderungen erhalten können. Ein weitere Punkt ist die Übernahme leer stehender Gastrobetriebe durch die Stadt Wels, wenn sich kein Betreiber findet. „Nach entsprechender Investition soll der Betrieb verpachtet oder wenn möglich wieder verkauft werden“, schlägt Reindl-Schwaighofer vor.
Gegen Schwarzmalerei
Die Schwarzmalerei der SP will Wirtschaftsreferent Oberndorfer nicht teilen. „Es haben zuletzt viele Lokal neu eröffnet. Etliche Betriebe laufen sehr gut.“ Problematisch könnte in absehbarer Zeit die Nachfolge bei einigen Traditionswirtshäusern werden. „Diese befinden sich meist am Stadtrand. Sie kann man unterstützen, wenn man die Ideen für Grätzlfeste weiter verfolgt. Dabei müssen die Wirte unbedingt eingebunden werden.“
Personalmangel größtes Problem
Zu Förderungen bei Neuübernahmen sagt er: „Die gibt es schon. Oft geht es den Wirten nicht so sehr ums Geld, sondern eher darum, qualifiziertes Personal zu finden.“
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