Das Gänsehäufel ist das beliebste Freibad bei den Wienern. Es steht unter Denkmalschutz und ist Kult. Doch laut dem Stadtrechnungshofbericht sind notwendige Betonsanierungen im Strandbad in Angriff zu nehmen. Man wisse bereits seit längerem davon: „Die SPÖ hat hier geschlafen“, so Bädersprecherin Julia Klika (ÖVP).
Damit das Gänsehäufel auch in Zukunft das beliebteste Freibad bleibt, wäre eine Sanierung überfällig, wie ein am Montag veröffentlichter Bericht des Wiener Stadtrechnungshofs (StRH) anregt. Dieser unterzog das von der MA 44 (Wiener Bäder) betriebenen Strandbad Gänsehäufel einer sicherheitstechnischen Prüfung. Aus dem Bericht ist zu entnehmen, dass das Gänsehäufel „nach der erfolgten Sanierung abermals schadhaft geworden und sanierungsbedürftig ist“, heißt es.
„SPÖ hat bei den Renovierungsmaßnahmen wohl geschlafen“
Bereits 20 Jahre ist es her, dass der beliebte Badestrand saniert wurde. „Gerade beim Gänselhäufel gehört im Bereich der Turmkabinen auch die Warmwasserversorgung in Ordnung gebracht“, so Bädersprecherin Julia Klika (ÖVP).
„Ein Tag im Bad wird für viele nicht mehr leistbar sein“
Angesichts der allgemein gestiegenen Kosten erhöhte die Stadt Wien bereits im Vorjahr die Preise für Freibäder. Nun wurde der Preis noch einmal nach oben geschraubt: Die Tageskarte kostet statt 7 nun 7,60 Euro. Die Preissteigerung wird mit der aktuellen Teuerungswelle begründet.
Für die ÖVP-Bädersprecherin sei die zweifache Erhöhung „total unverständlich“. Da die Preise erst 2023 massiv erhöht wurden, kann es nicht sein, dass im Jahr 2024 über 8 Prozent erhöht wird.“ Die Tariferhöhung betrifft das gesamte Angebot, sowohl Hallen- als auch Freibäder.
Klika weiter: „Unsere Forderung ist, dass die Preiserhöhung zurückgenommen wird. Ein leeres Bad bringt auch keine Einnahmen.“
Das ganze Interview mit Julia Klika sehen Sie im Video oben.
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