Tiroler Sonderlandtag zum Thema Landesenergieversorger Tiwag: Das wollte sich Arbeiterkammer-Präsident Erwin Zangerl nicht entgehen lassen und nahm auf der Zuschauerbank Platz. Der „Krone“ stand er am Rande des Landtages Rede und Antwort.
„Krone“: Herr Präsident, sind Sie zufrieden mit dem, was Sie gesehen haben?
Erwin Zangerl: Ein Anfang ist zumindest getan. Es sind alle dafür eingetreten, die Situation für Kunden zu verbessern. In den letzten elf Monaten habe ich ja alleine gekämpft.
Bleiben Sie bei Ihrer Forderung nach einem Untersuchungsausschuss?
Wenn die Tiwag-Neuaufstellung so umgesetzt wird wie angekündigt, dann ist das wohl obsolet. Ich hoffe, dass die Dinge in Bewegung bleiben.
Alle unsere Bemühungen sind am bisherigen Tiwag-Vorstand gescheitert.
AK-Präsident Erwin Zangerl
Reicht es, nur das Management auszutauschen oder muss auch das Geschäftsmodell der Tiwag geändert werden?
Alle unsere Bemühungen sind am bisherigen Tiwag-Vorstand gescheitert. Wir brauchen eine Tiroler Stromlösung unter Einbeziehung der regionalen Anbieter.
Die Tiwag erzeugt ja nur einen Bruchteil der Energie selbst, mit der sie an der Börse handelt. Soll das ein Ende haben?
Die Tiwag-Manager fühlen sich als großer Player, vergessen dabei aber auf Land und Leute. Es ist okay, wenn die Tiwag Gewinne macht. Der Standortvorteil muss dann aber allen Tirolerinnen und Tirolern zugutekommen – und zwar in Form eines günstigen Strompreises.
Wie hoch ist dieser?
Bei Gestehungskosten von 2 bis 3 Cent pro Kilowattstunde ist klar, dass die Tiwag auch schon bei 8 Cent netto gut verdient. Warum sie auf 28 Cent erhöhen wollte, das ist die Frage!
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