So, 24. Juni 2018

Erste Liga

18.05.2012 22:57

Vienna schafft mit 2:2 bei Blau-Weiß Linz Klassenerhalt

Die Vienna hat in der letzten Runde der Ersten Liga den Klassenerhalt geschafft, der FC Lustenau muss zittern. Die Wiener erkämpften sich am Freitag bei Blau-Weiß Linz ein 2:2 und retteten sich damit auf Rang acht. Der FC Lustenau musste sich dagegen zu Hause gegen Schlusslicht Hartberg mit 0:3 geschlagen geben. Der WAC/St. Andrä besiegte im Spitzenspiel den LASK mit 1:0 und feierte den Meistertitel. Altach siegte in Grödig mit 2:1 und verdrängte damit noch den LASK von Rang zwei. St. Pölten besiegte Austria Lustenau mit 3:1.

Blau-Weiß Linz – Vienna 2:2
Im Fernduell um Platz fünf mit dem SKN St. Pölten legte der Tabellensechste Blau-Weiß furios los, und Tenesor touchierte mit seinem strammen Schuss von der Strafraumgrenze früh die Torlatte (5.). Eine sehenswerte Kurzpass-Kombination brachte den Stahlstädtern dann die Führung, als Endabnehmer Hartl Keeper Dau umkurvte und ins leere Tor zu seinem zehnten Treffer einschob (16.). Nachdem Huspek (27.) und Höltschl (31., per Kopf) noch am starken Schlussmann Dau gescheitert waren und auf der Gegenseite die zuvor harmlosen Gäste durch Mair (33.) und Dospel (42., per Kopf) zwei Großchancen ausgelassen hatten, gelang Daniel Guselbauer mit feinem Schlenzer der 2:0-Pausenstand (43.).

Nach dem Seitenwechsel wachten aber die Döblinger dann nach dem Anschlusstor von Mair (49.) auf und drängten auf den Ausgleich. Zunächst scheiterte Djokic noch mit einem Freistoß am eingewechselten Keeper Binder, der in der Halbzeit für Bartosch kam (Trainer Weissenböck belohnte beide Ersatzkeeper anstelle von Einser-Goalie Wimleitner), ehe Kerschbaumer für das auswärtsschwächste Team der Liga zum vielumjubelten 2:2 (72.) traf. Als die Wiener erfuhren, dass der FC Lustenau daheim gegen den Hartberg klar zurücklag, retteten sie den wertvollen Punkt zum endgültigen Klassenerhalt über die Zeit.

FC Lustenau - TSV Hartberg 0:3
Bereits nach 50 Sekunden hätte Mössner per Kopf die Führung für die Gäste erzielen können, Tauschmann aus einem Getümmel nach einem Eckball sogar müssen. Er scheiterte aber zunächst an Keeper Durakovic und jagte den Ball anschließend in die Wolken (5.).

In Minute 65 war aber auch der Schlussmann der Hausherren machtlos, als Ismaili per Abstauber nach einem abgewehrten Schober-Schuss die Führung für Hartberg erzielte. Kozissnik (76.) und Adilovic (87.) besiegelten schließlich die klare Heimniederlage der zuvor fünf Runden ungeschlagenen Lustenauer, die eine katastrophale Leistung boten.

Damit beendeten die Vorarlberger und die Vienna die Meisterschaft punktegleich, die Wiener hatten allerdings die um drei Tore bessere Tordifferenz. Nun droht dem FC Lustenau am 5. und 8. Juni ein Relegationsduell mit dem GAK, dem Meister der Regionalliga Mitte. Es sei denn, der LASK erhält auch in dritter Instanz (Ständiges Neutrales Schiedsgericht) keine Lizenz. Dann wären auch die Vorarlberger gerettet und der GAK bekäme es in der Relegation mit Hartberg zu tun.

RZ WAC/St. Andrä - LASK Linz 1:0
Über 5.000 Zuschauer verfolgten in der ausverkauften Lavanttal-Arena den Saisonabschluss, der nahtlos in die Meisterfeier mit Bierduschen und einer Riesentorte überging. Bundesliga-Vorstand Georg Pangl überreichte Meisterteller und Medaillen, offiziell gefeiert wird in Wolfsberg am Samstag.

Ohne Druck für beide Mannschaften entwickelte sich ein ausgeglichenes Schlagerspiel, allerdings ohne zwingende Chancen und Tore. LASK-Stürmer Templ (5.) hatte in der ersten Hälfte die beste Chance für den LASK, für die Heimischen vergaben Kerhe (20.) und Zakany (42.) bessere Einschussmöglichkeiten.

Auch nach der Pause ließ der Torjubel lange auf sich warten. Als die Verantwortlichen längst die Meisterfeier vorbereiteten und die Fans sich auf das Fest einstimmten, durften sie aber in der 89. Minute auch noch ein Tor durch Topcagic bejubeln. Danach war große Party angesagt. Immerhin hat Kärnten erstmals nach zwei Jahren wieder einen Bundesligisten.

SV Grödig - SCR Altach 1:2
Den Grödigern, die mit den gesperrten Krammer, Jukic, Salamon und Abwehrchef Cabrera gleich auf vier Leistungsträger verzichten mussten, gelang schon in der Anfangsphase die Führung: Nach einem Lenko-Eckball erzielte Lukas Schubert per Kopf sein sechstes Saisontor. Nach dem Treffer zogen sich die Salzburger zurück, Altach erarbeitete sich im Mittelfeld ein Übergewicht, jedoch ohne Torgefahr auszustrahlen. Weitschüsse von Thorsten Schick und Philipp Hörmann gingen jeweils knapp am Tor von Grödigs Schlussmann Georg Blatnik vorbei. Kurz vor der Pause hatten die Vorarlberger Glück, als der allein aufs Tor ziehende Schubert knapp nach der Strafraumgrenze abzog und nur die Innenstange traf.

Nach dem Seitenwechsel sah Neo-Grödig-Trainer und Ex-Altach Trainer Adi Hütter ein unverändertes Bild. Altach hatte mehr Spielanteile, im Angriff agierten die Vorarlberger ohne ihren spanischen Torjäger Tomi aber zu harmlos. In der 67. Minute erzielte Philipp Hörmann mit einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze den verdienten 1:1-Ausgleich. Nachdem Diego Viana in der Schlussphase der munteren Partie einen Kopfball knapp über das Tor gesetzt hatte, traf Patrick Seeger nach idealer Vorarbeit von Andreas Lienhart zum 2:1-Sieg (86.).

SKN St. Pölten - Austria Lustenau 3:1
Die Lustenauer präsentierten sich bereits in der Anfangsviertelstunde brandgefährlich, nach zwei Minuten fand Boya am Fünfmeterraum Thiago und dieser stellte mit einem herrlichen Flugkopfball auf 0:1. In der Folge entfaltete sich ein temporeiches Spiel vor den 3.650 Zuschauern. Peinsipp, Ambichl und Rödl nützten gute Ausgleichsmöglichkeiten nicht, auf der Gegenseite schoss Karatay nach einem Konter daneben.

Früh in der zweiten Hälfte hatte Boya das 0:2 auf dem Fuß, nach Abwehrfehler von Kotynski lupfte der Stürmer den Ball am Tor vorbei (50.). Das rächte sich umgehend: Erst tanzte Ambichl zwei Vorarlberger aus und sorgte aus 18 Metern für das 1:1, nur kurz darauf bekam Segovia den Ball von Zwierschitz serviert und der Spanier knallte das Leder zur St. Pöltner Führung in die Maschen.

Nach einem scharfen Brandl-Zuspiel bot Segovia dem Publikum sogar noch ein besonderes Gustostückerl und netzte mit der Ferse zum 3:1 ein. In einer emotionsgeladenen Schlussphase gerieten Boya und einige St. Pöltner aneinander, der Lustenauer Stürmer und Fallmann mussten daraufhin mit Rot vom Platz.

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