Andere bibbern schon beim Zusehen, doch der Waldviertler Robin Fraberger frönt im Winter in kurzen Hosen und ohne Leibchen dem Laufsport. Mit dem spontanen Familien-Eisbad vor Weihnachten vor drei Jahren begann er, sein Leben umzukrempeln. „Die Kälte forderte Disziplin“, sagt er zur „Krone“. Jetzt hilft ihm diese, weitere Hürden zu bewältigen.
Ein eisiger Anblick im wahrsten Sinne: Während man sich bei den herrschenden Minustemperaturen ganz tief in den Wintermantel verkriecht, läuft Robin Fraberger mit nacktem Oberkörper und in kurzen Hosen durchs Stadtzentrum von Waidhofen an der Thaya. Ist besonders klirrende Kälte prognostiziert, motiviert das den „Frostläufer“ zusätzlich – und er gibt sich erst nachts sein sportliches Stelldichein. „Wenn dann noch der Wind weht oder Schnee fällt, ist es besonders schön“, sorgt der 31-Jährige für Kopfschütteln, der sich schon als „Postler mit der kurzen Hose“ vor seinem Jobwechsel einen Namen gemacht.
Liebe zur Kälte beim Eisbaden entdeckt
Für sein Kältetraining ist er mittlerweile stadtbekannt. „Der Robin rennt schon wieder“ oder „Hey, da ist ja der Eiskönig“ sei ihm im vergangenen Monat von Punschständen einige Male zugerufen worden. Auch die Polizei hält den „Flitzer“ nicht an. Zuletzt fuhr bei ihm ein Streifenwagen langsam vorbei. „Die Beamten dürften sich aber nur überzeugt haben, dass ich es bin“, lacht der „Frostläufer“.
Kälte veränderte sein Leben
Die Liebe zur Kälte entdeckte Fraberger vor drei Jahren, als er mit seiner Familie im Gartenteich eisbaden ging. Das ließ ihn sein Leben umkrempeln. Mit dem Eisbaden habe er Disziplin und Durchhalten gelernt, was er nun auch beim Training nutzt. Er speckte dadurch 30 Kilo ab. Skurril: Fraberger fing nur mit dem Training an, weil er weiter eisbaden wollte, aber ein Blutdruck-Problem hatte. Denn: Für den eiskalten Badespaß muss man topfit sein.
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