Kurze Hose bei Schnee

Postler aus dem Waldviertel ist echter „Eiskönig“

„Da kommt der Postler mit der kurzen Hose“, heißt es in Waidhofen an der Thaya, wenn Robin Fraberger die Briefe und Pakete bringt. Im Waldviertel ist er bereits über die Bezirksgrenzen hinaus wegen seiner eigenwilligen „Wintermode“ bekannt. Und der kälteresistente 29-Jährige hat noch eine Passion – das Eisbaden.
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„Ich muss gestehen, ich habe keine lange Hose mehr im Schrank“, lacht Robin Fraberger aus Waidhofen an der Thaya. Aber von wo sonst als aus dem hohen Norden Niederösterreichs soll ein echter Eiskönig kommen. Viele dürften den sympathischen Postangestellten beneiden, denn an kalten Füßen leidet er definitiv nicht. Sonst würde Fraberger nicht auch bei den jetzigen Temperaturen „Bein zeigen“. Viele Waidhofner glauben offenbar, dass er keine Kälte spürt. Aber: „Ich empfinde Kälte einfach als angenehm. Aber nach einiger Zeit zittere ich wie jeder andere.“

Zu Weihnachten 2020 gab es im Hause Fraberger die Idee, mit der Familie im Gartenteich Eisbaden zu gehen. Die vier Geschwister des Briefträgers sowie Mutter Martina waren im eiskalten Nass auch dabei. Seither gibt sich der Briefträger zwei- bis viermal täglich die frostige Erfrischung.

Lauftraining ohne Leiberl
Krank wurde er bisher davon nicht: „Nur ein, zwei Tage war ich leicht angeschlagen, sonst nichts.“ Fraberger kann kälteresistenten Skandinaviern mittlerweile sicherlich das (eisige) Wasser reichen, denn er hält es mehr als 30 Minuten im ein bis zwei Grad kalten Teich aus, untergetaucht mit Schnorchel über eine Viertelstunde. Dann ist ihm aber schon kalt: „Da fangen die Finger zu zwicken an. Ich liebe Extremes und an meine Grenzen zu gehen, zumindest was die Kälte betrifft“, meint der Nordmann, der oft nachts trainiert. Bei Minusgraden geht er ohne Haube oder Handschuhe laufen – und natürlich mit kurzer Hose und freiem Oberkörper. Fraberger ist auch sehr stolz auf seine 17-jährige Schwester Laetizia, die ab und zu mit ihm das Eisbad teilt – und dabei durchhält.

Die Freunde finden ihren abgehärteten „Eiskönig“ bemerkenswert, allerdings konnte Fraberger noch keinen von ihnen für seine Leidenschaft begeistern. Das Extreme zieht den Waidhofner an. Deshalb hat er ein Vorbild auch gleich in seiner Heimatstadt gefunden: Johann „Crocodile Dundee“ Gramanitsch, von dessen Abenteuern (die „Krone“ berichtete) er begeistert ist.

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