Mit Beginn des Jahres

Ausbildungskonzept für OP-Assistenten eingeführt

Tirol
09.01.2024 15:00

Was im Vorjahr angekündigt wurde, ist seit 1. Jänner 2024 nun tatsächlich Realität: Ein neues Ausbildungskonzept für OP-Assistenten an der Klinik Innsbruck wurde eingeführt. Der nächste Schritt sei, mit allen Krankenhäusern in Tirol Gespräche zu suchen und auch ihnen diese Möglichkeit zu geben.

„Wir sind am Limit, unser Arbeitstag ist die Hölle, so wird das System zusammenbrechen!“ Mit diesen unverblümten Aussagen ließen OP-Assistenten der OP-Zone-Ost der Chirurgie an der Klinik Innsbruck vor wenigen Monaten aufhorchen. Gesperrte OP-Säle, verschobene Operationen, wartende Klassepatienten, eine zu niedrige Entlohnung für Überstunden - nur ein Auszug der Missstände, die sie der „Tiroler Krone“ schilderten.

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Ein wichtiger Aspekt ist die Zuwendung für Auszubildende, die ihre Bereitschaft zur Ausbildung zeigen und ein breiteres Tätigkeitsfeld ausfüllen.

LR Cornelia Hagele

Ausbildung umfasst mehr als 1100 Stunden
LR Cornelia Hagele (ÖVP) kündigte daraufhin in der „Krone“ ein Maßnahmenpaket für OP-Assistenten der Klinik Innsbruck an – ihr Fokus lag dabei vor allem auf einem „innovativen Ausbildungskonzept“. „Es ist darauf ausgerichtet, motivierten und engagierten Auszubildenden eine umfassende Ausbildung zu bieten, die nicht nur ihr Fachwissen erweitert, sondern auch ihre beruflichen Möglichkeiten diversifiziert und eine höhere Entlohnung in einem breiteren Tätigkeitsfeld ermöglicht – im Gips- beziehungsweise Röntgenbereich“, konkretisiert die schwarze Landesrätin. Diese Ausbildung umfasse mehr als 1100 Stunden theoretische und praktische Lehrinhalte.

Konzept Anfang des Jahres eingeführt
Die gute Nachricht: Anfang des Jahres wurde dieses Konzept tatsächlich eingeführt. Seither erhalten OP-Assistenten, die sich parallel ausbilden lassen möchten, eine zusätzliche finanzielle Zuwendung in der Form, dass für Bedienstete im Vergütungssystem Neu eine Aufstufung auf die nächsthöhere Gehaltsklasse gewährt wird - also von der Gehaltsklasse 3 auf die Gehaltsklasse 4. Und jene Bediensteten, die im Vergütungssystem alt sind, erhalten insgesamt 200 Euro brutto als Aufschulungszulage - und zwar 14 Mal im Jahr.

Auch Gespräche mit anderen Spitälern geplant
„Diese Entwicklung stärkt die Fachkräfte im Gesundheitswesen und trägt zur Verbesserung der Patientenversorgung bei“, ist LR Hagele überzeugt. Es handle sich bei dieser Initiative quasi um ein Pilotprojekt. Der nächste Schritt sei nun, „mit allen Krankenhäusern in Tirol Gespräche zu suchen und auch ihnen diese Möglichkeit zu geben“, teilt die Landesrätin der „Krone“ mit.

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