Erneut wurden Flüchtlinge an der Kärntner Grenze gestoppt: Die 20 Syrer, darunter drei Kinder, waren zu Fuß entlang der Seebergstraße in unmittelbarer Nähe des Grenzüberganges unterwegs. Der Schlepper selbst fuhr davon und baute danach einen Unfall.
Eine Streife der Polizei hatte die 20 Flüchtlinge am Samstagabend in der Nähe des Grenzüberganges am Seebergsattel entdeckt. Unter den Syrern waren auch drei Kinder im Alter von elf, sechs und zwei Jahren.
„Im Zuge der Nachschau, ob noch weitere Personen unterwegs sind, entdeckte die Streife ein verunfalltes Auto in der Böschung“, so eine Sprecherin der Polizei. Bei dem Wagen, es handelt sich um einen Neunsitzer mit ungarischen Kennzeichen, dürfte es sich um das Fahrzeug des Schleppers gehandelt haben. Es wurde geborgen und sichergestellt.
Fahndung nach dem Lenker
Zunächst war der Lenker noch aus dem Unfallfahrzeug geflohen. Im Zuge der Fahndung konnte allerdings ein 26-jähriger Rumäne geschnappt werden. Er wurde von der Polizei festgenommen und soll nun einvernommen werden. „Nach ersten Erkenntnissen wurden neun Personen, darunter die Kinder, mit dem Fahrzeug über die Grenze gebracht. Weitere elf Personen sind zu Fuß unterwegs gewesen. Wie weit und lange sie gegangen sind, ist noch Gegenstand von Ermittlungen“, heißt es seitens der Polizei.
Die Flüchtlinge wurden in die Fremdenpolizeiinspektion sowie ins Polizeianhaltezentrum nach Klagenfurt gebracht. Dort soll ihre Identität festgestellt werden. Der Aufgriff ist ein weiterer, der bestätigt, dass Schlepper nun vermehrt die Balkanroute nutzen, um Flüchtlinge nach Österreich zu schleusen. Dabei gehen die Schlepper äußerst brutal vor, rasen sogar vor der Polizei davon.
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