Es ist ein schwarzer Tag für die Feuerwehr Klaffer am Hochficht (OÖ): Die Kameraden wurden zu einem Brand gerufen, bei dem einer ihrer eigenen Kameraden sein Leben verloren hatte. Über Stunden war die Tragödie unbemerkt geblieben, einige Fragen sind noch offen.
Während sich am nahen Hochficht die Skifahrer vergnügten, ereignete sich am Sonntag auf einem Bauernhof in Klaffer eine Tragödie. Der Vater und ein Freund sahen bei der Wohnung am elterlichen Hof nach, weil der 33-Jährige das Telefon nicht abhob und bemerkten, dass es gebrannt hatte.
„Als wir eintrafen, war der Sohn bereits geborgen, der Notarzt vor Ort“, berichtet Feuerwehr-Kommandant Christoph Plöderl, der den 33-Jährigen gut kannte - er war ein Kamerad. Für den Bauarbeiter, der tot im Bett gefunden wurde, gab es keine Rettung mehr. Er war beim Brand, der von selbst erloschen war, laut ärztlichem Befund zwischen drei und vier Uhr früh erstickt.
Letzte Stunden rekonstruiert
Der 33-Jährige war laut Ermittlungen der Polizei gegen zwei Uhr von einem Lokalbesuch nach Hause gekommen und dürfte auf der Couch eingeschlafen sein - eine brennende Zigarette könnte das Feuer ausgelöst haben. Aber es kommt auch eine defekte Power-Bank fürs Handy infrage. Der junge Bauarbeiter dürfte laut Spuren noch wach geworden und ins Bett gegangen sein, wo er im Schlaf erstickte.
Die geschockten Feuerwehrleute - es waren auch die Kollegen der FF Ulrichsberg vor Ort gewesen - wie auch der Vater des 33-Jährigen, wurden psychologisch betreut. Fremdverschulden wird jedenfalls ausgeschlossen.
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