Adolphe Adams fast vergessene, zeitlose Oper der „Postillon von Lonjumeau“ läuft ab 28. Dezember bis zum 5. Jänner nächsten Jahres in Erl.
Adolphe Adams „Postillon von Lonjumeau“ wurde nach seiner Uraufführung 1836 in Paris zu einem internationalen Kassenschlager. Mit über 50 „opéra-comiques“ galt Adolphe Adam als der bedeutendste Komponist dieser Gattung im Frankreich zwischen den beiden Kaiserreichen. „Mein einziges Ziel ist es“, so betonte er, „Musik zu schreiben, die klar ist, leicht verständlich und unterhaltsam für das Publikum.“ Das scheint ihm gelungen zu sein. Auch wenn seine Opern weitgehend in Vergessenheit geraten sind, seine Melodien sind es nicht. So wurde etwa das Postillonlied „Freunde, vernehmet die Geschichte“ mit dem „hohen D“ zu einer Paradenummer für Tenöre.
Zudem ist die Geschichte dieses Postillons, der an seinem Hochzeitstag als Tenor-Ersatz für die königliche Oper einspringen muss, zeitlos unterhaltsam und Adams meisterhafte Musik voller Charme und Humor.
Eine Woche Oper
Ab dem 28. Dezember bis zum 5. Jänner des kommenden Jahres kann man den „Postillon von Lonjumeau“ im Festspielhaus des bekannten Tiroler Kulturdorfes erleben. Die fordernde Solopartie des Postillons, der dann zum Hofsänger Saint-Phar wird, liegt in der aktuellen Produktion in der Kehle von Pietro Adaini. Monika Buczkowska, die in Erl schon 2021 als Madeleine brillierte, wird in der aktuellen Inszenierung wiederum zu hören und zu sehen sein.
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