Schweizer Dorfposse
Streit um Kuhglocken eskaliert: Volksabstimmung
Im Schweizer Dorf Aarwangen haben zwei Ehepaare viel Staub aufgewirbelt, weil sie sich in der Nacht von läutenden Kuhglocken gestört fühlten. Die Beschwerde führte zu einer Gegeninitiative, jetzt wird sogar eine Volksabstimmung geplant.
Die beiden lärmempfindlichen Paare wollten mit ihrer Beschwerde eigentlich nur erreichen, dass die 15 Kühe auf einer angrenzenden Weide nachts keine Glocken tragen.
Traditionalisten starteten Gegeninitiative
Womit sie wohl nicht gerechnet hatten, war, dass anschließend Traditionalisten auf den Plan traten und eine Gegeninitiative starteten. Im Rahmen dieser Initiative wurden in der rund 4800 Einwohner zählenden Gemeinde 1099 Unterschriften pro Glockengeläut gesammelt.
Die Glocken-Befürworter argumentieren damit, dass „Kuhglocken ein Teil der DNA der Schweizer“ sind. Laut Gegenseite seien Glocken aber gar nicht mehr nötig. Diese hätten ursprünglich dazu gedient, die Tiere auf den Almen leichter wiederzufinden. Heutzutage sei dies aber per GPS ebenso möglich.
Volksabstimmung wird vorbereitet
Um die Angelegenheit ein für allemal zu klären, bereitet Aarwangen nun eine Volksabstimmung vor, die voraussichtlich im Juni 2024 stattfinden wird.







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