Das Schreckgespenst der Teuerung betrifft so gut wie alle Lebensbereiche. Und es geht zurzeit auch in der Gartenstadt Tulln um. Autofahrer können jedoch aufatmen.
Denn dort sollen die Parkgebühren auf öffentlichen Flächen stark erhöht werden. Davor warnt jedenfalls FPÖ-Gemeinderat und Landtagsabgeordneter Andreas Bors. Und er findet gewohnt deftige Worte für die alleinregierende Volkspartei: „Das ist doch Bürgerabzocke in Reinkultur! Erst werden am Nibelungenplatz 200 kostenlose Parkplätze im Zentrum vernichtet und dann werden die Tarife teurer“, spricht er von einer Budgetsanierung auf Kosten der Bewohner.
Seine Befürchtung in Zahlen: Bald könnte eine Stunde parken auf ausgewiesenen Flächen die Autofahrer statt 1 Euro stolze 1,40 Euro kosten.
Eine Summe, die ÖVP-Stadtchef Peter Eisenschenk auf Anfrage allerdings nicht bestätigen will: „Jetzt bauen wir erst einmal den Nibelungenplatz hinter dem Rathaus um und schaffen dort nach der Entsiegelung wieder 54 Gratis-Stellflächen im Zentrum. Und dann bemühen wir uns noch um weitere Optimierungen der Parkplatzsituation.“ Erst danach soll konkret über eine Erhöhung der Parkgebühren nachgedacht werden.
Die Parkgebühren werden nicht erhöht. Und bis wir darüber ernsthaft diskutieren, gibt es noch viele Projekte in unserer Stadt umzusetzen.
Peter Eisenschenk, ÖVP-Bürgermeister von Tulln
Letzte Erhöhung 13 Jahre her
Eisenschenk verweist aber auch auf die vergleichsweise günstigen Tarife in seiner Heimatstadt: „In Wien sind ja mittlerweile schon 2,50 Euro pro Stunde fällig. Wir in Tulln haben unsere Parkgebühren das letzte Mal vor mehr als 13 Jahren erhöht.“
Hinter der Rathauskulissen ist zu hören: Falls es überhaupt zu einem Preisanstieg auf den Straßen kommt, soll dieser jedenfalls deutlich unter der zuletzt drastischen Inflation angesetzt werden. Eine Erhöhung von zehn Prozent dürfte jedenfalls deutlich wahrscheinlicher sein, als die von den Freiheitlichen genannte Summe, heißt es.
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