Polizeiauto gerammt
Filmreife Verfolgungsjagd nach Champagnerdieben
Französische Diebe wollten in der Nacht auch Samstag fette Beute machen: Sie klauten im nordfranzösischen Reims gleich zwei Laster mit hochwertigem Champagner; im Wert von immerhin 600.000 Euro. Kurz darauf kam es zu einer filmreifen Verfolgungsjagd.
Während sich die flüchtigen Verbrecher wohl in Sicherheit wähnten, nahm die Polizei rasch die Fahndung nach den zwei Wagen auf - mit Erfolg, denn die Lastwagen waren mit Peilsendern ausgestattet, wie die Zeitung „Le Parisien“ und der lokale TV-Sender France 3 berichteten.
Sprang aus fahrendem Fahrzeug
In der Nähe von Paris - rund 130 Kilometer vom ursprünglichen Standort entfernt - stellten die Beamten schließlich Sichtkontakt her. Als sich mehrere Polizeiteams den Lastern näherten, startete einer der Diebe einen Angriff - er versuchte mehrmals die Wagen von der Straße zu rammen. Da ihm dies aber nicht gelang, bremste er sich auf dem Seitenstreifen ein und sprang aus dem noch fahrenden Fahrzeug.
Kurz darauf tauchte ein Pkw mit Komplizen auf: dort stieg der Champagnerdieb ein und das Fluchtfahrzeug raste davon. Einen Teil der Polizisten konnten sie so abhängen, diese mussten nämlich den mit etwa 15 km/h fahrenden Lkw stoppen.
38-Tonner krachte durch Barriere
Die beiden weiteren Polizeiwagen verfolgten unterdessen den zweiten geklauten Laster. Auch dieser Fahrer versuchte sich mit riskanten Manövern abzusetzen, durchbrach mit dem 38-Tonner sogar eine Barriere bei einer Tankstelle. Offenbar in Panik sprang er dann vor einem Baumarkt aus dem Gefährt und konnte zu Fuß fliehen.
Von den Dieben blieben demnach nur DNA-Spuren zurück - die Polizei geht jedenfalls von „Profis“ aus - sie hatten offenbar nicht nur genaue Informationen über die Ladung hatten, sie dürften auch ein Netzwerk für den Weiterverkauf der Flaschen der Edelmarken Moët & Chandon zur Verfügung haben. Der Flaschen ihres Coups wurden von den Beamten sichergestellt - wie durch ein Wunder wurde bei dem Einsatz niemand verletzt.
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