Dass der neue SPÖ-Chef Andreas Babler seinen Forderungskatalog für eine Reform der Republik am Grazer Parteitag der „alten Tante SPÖ“ just zu Faschingsbeginn am 11.11. um 11.11 Uhr präsentiert, hat schon etwas von Realsatire an sich. Dabei sind seine Forderungen durchaus ernst zu nehmen und diskussionswürdig.
EINERSEITS hätten wir ja nahezu paradiesische Zustände, wenn die Forderungen, die der SPÖ-Chef erhebt, zur Realität würden. „Leistbares Leben“ für alle Österreicher als Staatsziel hieße ja, dass Lebensmittel und Wohnen nicht teurer würden und wir alle nicht durch die Inflation ständigen Kaufkraftverlust erleiden müssten. Und Forderungen wie nach kostenfreiem Kindergarten und nach halbstündiger Öffi-Anbindung für jede Gemeinde klingen auch überaus sinnvoll.
ANDERERSEITS erklärt uns Babler leider Gottes nicht, wie all das zu finanzieren wäre, woher also das Geld dafür kommen sollte. Wohl durch Bablers Lieblingsprojekt, nämlich eine Reichensteuer. So sind es also Umverteilungspläne, verspätete Klassenkampftöne, die den SPÖ-Parteitag - wie wohl auch den kommenden Wahlkampf - dominieren dürften.
Und wenn Babler im Bereich der Migration die Forderung nach legalen Fluchtrouten und EU-Seenotrettung im Mittelmeer erhebt, wird es tatsächlich skurril. Will er damit in Zeiten des Hamas-Terrors tatsächlich weitere islamistische Extremisten ins Land holen? Das kann wohl nur als misslungener Scherz zum Faschingsbeginn gedeutet werden.
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