Sie singen, tanzen und klatschen vor den Moscheen. Wo sonst nur Gebete erlaubt sind, wagen die Trauernden, sich dem Tanz- und Musikverbot des iranischen Regimes zu widersetzen. Um sich so von all jenen zu verabschieden, die die Basidsch-Miliz kaltblütig niedergemetzelt hat.
Beerdigungen gab es im Iran in den vergangenen Wochen viel zu viele. Doch immer mehr Trauerfeiern finden nicht in aller Stille statt – die Menschen singen, um die Stimmen derer, die für die Freiheit ihr Leben gaben, nicht verstummen zu lassen. „Das ist kein Feiern des Todes. Das ist Widerstand. Das ist Würde. Das ist ein klares Zeichen: Ihr habt Menschen getötet, aber ihr habt das Leben nicht besiegt“, heißt es in einem Lied des iranischen Künstlers Ahmad Jalali Farahani.
Trump versprach im Jänner, den Demonstranten zu Hilfe zu kommen. Nun wird mit den Schlächtern verhandelt, am Donnerstag wohl wieder in Genf. Es geht um einen „Deal“, um das Atomprogramm des Regimes, um Krieg – um die Menschen jedoch geht es schon längst nicht mehr.
Trotzdem schaffen es die Iraner, an der Hoffnung festzuhalten. Diese Resilienz, diesen Mut kann man kaum erfassen, wenn Freiheit – wie bei uns – ein so selbstverständliches Recht ist.
In den vergangenen Tagen kam es erneut zu Protesten an den Universitäten. Trotz all der barbarischen Versuche des Regimes, die Bevölkerung zum Schweigen zu bringen, glüht der Funke des Widerstands weiter. Und lässt die Iraner auch im Angesicht des Todes tanzen . . .
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