Dreißig Prozent der Österreicher, wenn es nach dem letzten Wahlergebnis geht, oder beinahe vierzig Prozent, wenn man sich nach den aktuellen Umfragen richtet, sollen also „in ihren Löchern verschwinden“! Diese Rechten – in Österreich also alle Wähler der stärksten Parlamentspartei -, wenn es nach dem bundesdeutschen Barden Herbert Grönemeyer geht.
EINERSEITS könnte man nun meinen, dass man nicht alles furchtbar ernst nehmen sollte, was in die Jahre gekommene linke Alt-68er so von sich geben.
ANDERERSEITS sind die Argumente, die der Sänger in seiner Wutrede jüngst in der Wiener Stadthalle vorgetragen hat, allzu hanebüchen, um sie unerwidert zu lassen. Da verkündete er etwa, man könne Migranten das Leben hierzulande nicht verbieten, weil sie das Land mit aufgebaut hätten. Das wäre zwar richtig, wenn Grönemeyer die volksdeutschen Vertriebenen gemeint hätte, die in Österreich tatsächlich überaus verdienstvoll am Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt waren. Er meinte aber jene Einwanderer in unser Sozialsystem, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten weitgehend illegal ins Land gekommen sind. Die unser Gesundheitssystem überfordern, unser Schulsystem ruinieren und in überproportionalem Maße die Kriminalstatistik beleben.
Nachdem Grönemeyer aber auch betonte, in erster Linie für die Demokratie zu kämpfen, wird er gewiss akzeptieren, dass die Österreicher in ihrer Mehrheit das Problem der Migration anders sehen als er.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.