Tragödie in Bayern

Mutter (41) soll eigenes Kind erstochen haben

Ausland
25.02.2026 16:41
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein lebloses Kleinkind in einer Wohnung mitten in der Stadt, eine verletzte Mutter im selben Haus und ein Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften: In Traunstein in Bayern hat sich am Dienstagnachmittag eine Tragödie ereignet, die viele Fragen aufwirft. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass die 41-jährige Mutter ihr Kind getötet hat.

Wie die Kriminalpolizei Traunstein in einer Pressemitteilung mitteilte, ging gegen 15.35 Uhr bei der Integrierten Leitstelle ein Notruf eines Zeugen ein. Dieser habe in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses im Innenstadtbereich ein totes Kind entdeckt. Als Polizei und Rettungsdienst eintrafen, fanden sie im Gebäude auch die verletzte Mutter des Kindes.

Nach Informationen der „Bild“-Zeitung lag das vierjährige Kind eine Etage über der bewusstlosen Frau, neben ihm ein langes Messer. Am Körper des Kindes seien Stichverletzungen festgestellt worden.

Offenbar keine weiteren Beteiligten
Nach bisherigem Ermittlungsstand gehen die Behörden davon aus, dass die 41-jährige deutsche Staatsangehörige ihrem Kind im Verlauf des 24. Februar tödliche Verletzungen zugefügt und sich anschließend selbst verletzt hat. „Vieles deutet derzeit darauf hin, dass die 41-jährige Deutsche im Laufe des 24. Februar ihrem Kind tödliche Verletzungen zufügte und sich anschließend selbst verletzte“, erklärte ein Sprecher der Polizei. Hinweise auf die Beteiligung weiterer Personen liegen laut Ermittlern bislang nicht vor.

Mutter nur mit leichten Verletzungen
Die Frau erlitt nach Polizeiangaben leichtere Verletzungen und wurde zunächst unter polizeilicher Bewachung in ein Krankenhaus gebracht. Ihr Gesundheitszustand ist laut den behandelnden Ärzten stabil. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete das Amtsgericht Traunstein einen Unterbringungsbefehl an. Die Beschuldigte befindet sich inzwischen in einer psychiatrischen Klinik.

Die Ermittlungen werden unter Federführung der Staatsanwaltschaft Traunstein vom Fachkommissariat K1 der Kriminalpolizei Traunstein geführt. Zu den Hintergründen der Tat machten die Behörden bislang keine Angaben. Der Vater des Kindes sowie weitere Angehörige wurden von einem Kriseninterventionsdienst betreut.

„Maximal belastender Einsatz“
Das Bayerische Rote Kreuz sprach auf Anfrage der „Bild“ von einem „maximal belastenden Einsatz“. „Ein solcher Einsatz ist selbst für unsere erfahrensten Einsatzkräfte eine absolute Ausnahmesituation. Viele erleben so etwas in ihrer gesamten Laufbahn – glücklicherweise – kein einziges Mal“, so ein Sprecher. Man habe allen beteiligten Kräften eine psychosoziale Betreuung angeboten, um das Erlebte verarbeiten zu können. Die Ermittlungen dauern an.

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