Ein Dialogforum zum langen 16-Kilometer-Tunnel durch den Flachgau bestärkt die Gemeinde Köstendorf in ihrem Plan. Sie sind mit den Planungen der Bundesbahnen noch nicht glücklich, fordern Änderungen.
Konstruktive Gespräche erlebten die Köstendorfer, die Donnerstag in Neumarkt am Dialogforum der ÖBB zum Flachgautunnel teilnahmen. So bewertet Ortschef Wolfgang Wagner die Infoveranstaltung, bei der die Bundesbahnen den Planungsstand vorstellten. Doch es bleiben Reibungspunkte rund um die zwei 16,5 km langen Bahntunnelröhren.
„Die ÖBB nehmen keinen ausreichenden Notplan bei der Wassersicherheit in die Planung auf. Deshalb fordern wir im UVP-Verfahren (Umweltverträglichkeitsprüfung, Anm.) eine Ringleitung, damit keiner Genossenschaft im Ernstfall Wasser fehlt“, sagt Wagner.
Ein weiterer kritischer Punkt: Weil Bürger und Gemeinde Druck gemacht haben, ist zwar vorgesehen, dass das Aushubmaterial auf der Schiene weggefahren wird - Baumaterial kann jedoch über die Straße antransportiert werden. Die Gemeinde wird in einer UVP-Stellungnahme eine verpflichtende Anlieferung auf der Schiene fordern.
„Wir sehen es nicht ein, dass ein Zugbetreiber nicht seine Gleise nutzt. Und umweltfreundlich ist es auch“, gibt sich der Bürgermeister kämpferisch.
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