Für die Mehrheit der Österreicher ist der Schutz und die Verbesserung der Lebensbedingungen von Nutztieren wichtig. Der diesjährige „Tier&Recht-Tag 2023“ widmet sich daher dem aktuellen Thema „Haltung zeigen?! Wie transparent sind Haltung und Herkunft tierischer Lebensmittel?“ und findet am 6. Dezember in Wien statt.
Laut einer Umfrage sprechen sich 90 Prozent der Österreicher für mehr Schutz und bessere Haltungsbedingungen für sogenannte Nutztiere aus. 76 Prozent sind der Meinung, dass dieser Schutz in Österreich besser sein müsste, als es aktuell der Fall ist.
Dennoch dürfen Schweine hierzulande weiterhin in ihren eigenen Exkrementen auf Spaltenböden leben und Kühe ihr Leben angebunden an kurzer Kette im Stall verbringen. Die Chance, Millionen Schweinen, Rindern und Co. kurz- und mittelfristig bessere Lebensbedingungen zu garantieren, hat der Gesetzgeber mit dem „Tierschutzpaket I“ im vergangenen Jahr vertan.
„Du bist, was du isst“
Dieses, auf den deutschen Philosophen Ludwig Feuerbach zurückgehende Sprichwort aus dem Jahr 1850 ist aktueller denn je. Tatsache ist, dass jeder Einkaufzettel beziehungsweise jedes Essen in einem Lokal wie ein Stimmzettel für oder gegen eine artgerechte Tierhaltung fungieren.
Um mit dem Einkauf bewusst eine Stimme für mehr Tierschutz abgeben zu können, brauchen die Menschen klare und transparente Informationen zu den einzelnen Produkten.
Eva Persy, Wiener Tierschutzombudsfrau
Wer am Wirtshaustisch sitzt, bei einem Lieferdienst bestellt oder vor dem Supermarktregal steht, bekommt zwar zum Teil die Auskunft, wo die betroffenen Tiere gehalten wurden, weiß jedoch nur selten, wie es um ihre Haltung bestellt ist oder war. Trotz einer Vielzahl von - zumindest im Supermarkt ausgewiesenen - Labels ist eine auf faktenbasierte Entscheidung der Konsumenten daher meist nur mit einigem Aufwand oder sogar gar nicht möglich.
Zeigen Sie Haltung!
Und wie steht es um die seit langem geforderte Kennzeichnung tierischer Lebensmittel nach Haltung und Herkunft? Beim Tier&Recht-Tag der Tierschutzombudsstelle Wien erfahren Interessenten, welche Ansätze und Modelle es bereits in den Nachbarländern gibt, wie der Status quo in Österreich ist und was wir uns in Sachen Kennzeichnung (nicht) abschauen und adaptieren sollten.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.