Verstärkt im Einsatz

Halloween: So verlief Gruselnacht für die Polizei

Österreich
01.11.2023 09:30

Zu befürchteten Gewaltexzessen wie im Vorjahr ist es in der heurigen Halloween-Nacht zwar nicht gekommen, dennoch hatte die Polizei - die ohnehin verstärkte Präsenz zeigte - im ganzen Land alle Hände voll zu tun. Es kam zu mehreren Anzeigen und einigen vorläufigen Festnahmen.

„Nicht vergleichbar“ - mit diesen Worten zieht die Linzer Polizei nach der heurigen Halloween-Nacht erleichtert Bilanz. Nachdem es letztes Jahr zu Krawallen von Jugendlichen gekommen war, bei denen Beamte mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen wurden, verlief der diesjährige Polizeieinsatz verhältnismäßig ruhig.

Drohnen, Kameras und Bodycams im Einsatz
Präventiv hatte die Polizei bereits in drei Statutarstädten Linz, Wels und Steyr das Personal verstärkt. Drohnen, Kameras und Körperkameras würden zur umfassenden Beweissicherung eingesetzt. Die Präsenz war etwa auf der Landstraße, wo die Randale im Vorjahr stattgefunden hatten, deutlich zu sehen - und offenbar wirksam. Denn hier habe es „nicht einmal Böller“ gegeben, schilderte Stadtpolizeikommandant Karl Pogutter.

Mehr zu tun hatte die Exekutive im Linzer Süden, wo Jugendliche in Parks Böller zündeten. Es habe einige kurzzeitige Festnahmen wegen Ordnungsstörung gegeben und zahlreiche Anzeigen nach dem Pyrotechnikgesetz, so der Stadtpolizeikommandant, zudem stellten die Beamten Böller mit einem Netto-Sprengstoffgehalt von 600 Gramm sicher. Unklar ist, ob ein Autobrand auf Pyrotechnik zurückzuführen ist, das werde noch geprüft, sagte Pogutter, derzeit gebe es aber keine Hinweise darauf. Attacken auf Polizisten oder Passanten blieben aus.

Palästinenser-Demo in Wien
Auch in Wien war die Polizei verstärkt unterwegs. Neben dem Streifendienst waren auch die Sondereinheiten Cobra und WEGA sowie die Diensthundeeinheit, die Fremdenpolizei und der Verfassungsschutz für die Aufrechterhaltung „der öffentlichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit“ im Dienst. Dabei lag der Fokus auf mögliche Verstöße gegen das Pyrotechnikgesetz.

Tatsächlich hatte die Wiener Polizei dann aber mit den Teilnehmern einer pro-palästinensischen Demonstration auf dem Stephansplatz zu tun.

Mädchen (14) in NÖ sexuell belästigt
In Niederösterreich rückte die Polizei großteils wegen Sachbeschädigungen aus. Zudem wurde im Bezirk Gänserndorf ein 14-jähriges Mädchen während eines Spaziergangs von zwei Männern mit Halloweenmasken sexuell belästigt. In Tulln wurde ein 16-Jähriger nach dem Verbotsgesetz angezeigt, weil er bei einer Veranstaltung „Heil Hitler“ rief, teilte die Landespolizeidirektion Niederösterreich am Mittwoch mit.

Halloween so gar nicht am Schirm hatte wohl ein Mödlinger: Der Anrainer meldete der Polizei, dass ein Mann, der mit einer Sturmhaube maskiert und mit einer Pistole bewaffnet sei, im Stadtgebiet mit dem Auto unterwegs sei. An der Zulassungsadresse des Pkw wurde ein 18-Jähriger ausgeforscht, der lediglich verkleidet war.

Halloween-Streich in Graz eskaliert
In Graz eskalierte ein Halloween-Streich: Drei Jugendliche bewarfen das Auto eines jungen Mannes mit einem Ei. Daraufhin soll der Unbekannte den 15-jährigen Burschen in ein Mehrparteienhaus gefolgt sein. Dort zog er ein Messer, bedrohte die Jugendlichen und forderte die Herausgabe von Geld. Anschließend flüchtete der Mann mit dem zweistelligen Betrag.

Fußgänger niedergefahren und geflüchtet
Im oberösterreichischen St. Lorenz am Mondsee hatte die Polizei indes mit einem schrecklichen Verkehrsunfall zu tun: Ein unbekannter Lenker eines schwarzen Pkw hat in der Nacht auf Mittwoch auf der Mondsee Straße (B154) einen Fußgänger niedergefahren und Fahrerflucht begangen. Zwei Zeuginnen, die zu Fuß am Heimweg von einem Halloween-Festival waren, riefen die Rettung. Der 21-jährige Mann wurde mit Kopfverletzungen ins Spital gebracht.

Auf dem Festival selbst gab es indes einen großen Sucheinsatz: Ein 25-Jähriger wollte eigentlich nur auf die Toilette gehen, kam allerdings nicht zurück. Seine Freundin schlug Alarm, ein großer Sucheinsatz folgte. Der Mann hatte sich im Wald verirrt.

4,5 Kilo Pyrotechnik in Salzburg konfisziert
Verhältnismäßig ruhig verlief die Nacht auf Allerheiligen im gesamten Bundesland Salzburg. Die Polizei nahm 400 Identitätsfeststellungen vor und erstattete mehrere Anzeigen. 4,5 Kilo Pyrotechnik wurden konfisziert. Verletzt wurde niemand.

Auch die Vorarlberger Polizei fasst die heurige Halloween-Nacht als „ruhig“ zusammen. Es kam zu insgesamt 250 Polizeieinsätzen, dabei ginge es aber um „keinerlei gravierende Straftaten“, so die Exekutive.

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