Ein Jahr der Zusammenarbeit mit Marcel Hirscher hat aus Henrik Kristoffersen einen Genuss-Skifahrer gemacht. Früher habe er sich etwas eingeschränkt gefühlt, das norwegischen Team habe ihm nicht immer Rückhalt gegeben.
„Der Fokus im norwegischen Verband und auch das Geld waren für Aksel (Svindal) und Kjetil (Jansrud; Anm.) bestimmt, für Super-G und Abfahrt“, sagte Kristoffersen, der am Anfang seiner Laufbahn mit Neid auf Hirscher und dessen Umfeld geschaut habe. „Ich war sicher ein bisschen verärgert, weil ich glaube, durch meine Resultate hätte ich mehr Möglichkeiten verdient gehabt. Auch wenn man gesehen hat, was man bei anderen Nationen für Möglichkeiten hätte. Das war ein bisschen schwierig für mich und auch im Kopf ein bisschen speziell.“ Inzwischen sei er etwas ruhiger geworden.
Geburt von Emil sorgt für Extra-Motivation
Dazu beigetragen hat im Sommer auch die Geburt seines Sohnes Emil. „Es ist ein bisschen so ähnlich wie im vorigen Jahr. Diese Herausforderung mit der neuen Firma, mit Marcel zu arbeiten, das war auch ein Motivationsboost. Ich habe ein bisschen das Gefühl, als hätte ich die gleiche Motivation, wie als ich 17, 18 Jahre alt war und gerade in den Weltcup reingekommen bin“, betonte der 29-Jährige, der mit seiner Lebensgefährtin Tonje Barkenes und dem Baby in Salzburg lebt. „Ich hoffe, er schaut in ein paar Jahren Fernsehen und sieht den Papa ganz schnell fahren und dass ich nicht so schlecht bin.“
Nicht weit weg von seiner Heimat sind die Weltmeisterschaften in Saalbach-Hinterglemm schon 2025. Bis jetzt sei seine Freundin bei Großereignissen nicht so oft dabei gewesen. „Hoffentlich sind nächstes Jahr in Saalbach beide dabei, da ist es dann ein bisschen einfacher.“
Mit Hirscher bis zum Karriereende?
Bis dahin werde er Van Deer-Red Bull Sports auf jeden Fall treu bleiben. „Wie lange der Vertrag läuft, weiß ich nicht, da muss man meinen Vater fragen“, wich Kristoffersen galant aus. „Ich konzentriere mich auf das Skifahren.“ Einen weiteren Materialwechsel soll es aber auf lange Sicht nicht geben. Er könne sich vorstellen, seine Karriere beim Unternehmen von Hirscher zu beenden, sagte er.
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