Mi, 17. Oktober 2018

Souveränes Quartett

03.03.2012 19:03

Teambewerb in Lahti: ÖSV-Adler für Konkurrenz zu stark

Die österreichischen Skisprung-Asse haben sich am Samstag in Lahti mit dem Sieg im Weltcup-Teambewerb perfekt auf die für Sonntag angesetzte Einzel-Konkurrenz eingestimmt. Thomas Morgenstern, Gregor Schlierenzauer, Martin Koch und Andreas Kofler brachten es auf 892,1 Punkte und ließen damit das deutsche Quartett um 14 sowie jenes der Polen um 14,6 Zähler hinter sich.

Wegen Windes war die Konkurrenz von der Großschanze auf die Normalschanze verlegt worden. Damit fand ausgerechnet eine Woche nach den Skiflug-Weltmeisterschaften in Vikersund erstmals in diesem Winter ein Weltcup-Bewerb auf einem kleineren Bakken statt. Immerhin gab es aber einen 101-Meter-Sprung von Jurij Tepes, der Slowene überbot damit den zwölf Jahre alten Schanzenrekord des Finnen Janne Ahonen um 2,5 Meter.

Konstantes ÖSV-Quartett
Von den acht Sprüngen der Österreicher war keiner weiter als 96 Meter, das Quartett bestach aber durch Konstanz. War die ÖSV-Truppe nach den ersten Sprüngen von Morgenstern (90 Meter) und Schlierenzauer (83,5) noch nicht an der Spitze, besorgte das Koch mit einem 95-Meter-Satz. Kofler (96) brachte einen Elf-Punkte-Polster auf die zweitplatzierten Polen in die Halbzeit.

In der "Rückrunde" ließen die Skiflug-Weltmeister Morgenstern (94), Schlierenzauer (94,5), Koch (89) und Kofler (85) nichts mehr anbrennen. Es war Österreichs erster Erfolg im Team-Weltcup nach zweiten Plätzen hinter Norwegen in Harrachov und Willingen sowie in Oberstdorf hinter Slowenien. Nur zum Saison-Auftakt in Kuusamo hatte es mit Rang eins geklappt. Zum Abschluss folgt am 17. März in Planica eine Konkurrenz.

Cheftrainer Pointner "sehr stolz"
"Die Mannschaft war auf der kleinen Schanze gut eingestellt", erklärte ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner. "Darauf bin ich sehr stolz." Auch die schwierigen Bedingungen seien eine Herausforderung gewesen. "Es war sehr turbulent in der Luft." Die Entscheidung für die Normalschanze sei gut gewesen, auch am Sonntag wird vom kleinen Bakken gesprungen. Pointner: "In Lahti sind sie da sehr flexibel."

Für die geplante Aufholjagd von Schlierenzauer und Kofler gegenüber dem im Weltcup führenden Anders Bardal äußerte sich der Coach zuversichtlich, auch wenn der Norweger mit 93,0 und 93,5 Meter im Teambewerb gut mithielt. "Gregors zweiter Sprung war sehr gut, solche kleinen Erfolgserlebnisse sind sehr wichtig. Und Andi hat eine tolle Leistung gebracht. Wir werden auf uns selbst schauen und uns nicht auf Bardal konzentrieren."

Ein schönes Comeback gab Ville Larinto. Der Finne trat erstmals nach seinem bei einem Sturz im Neujahrsspringen 2011 erlittenen Kreuzbandriss wieder im Weltcup an, also nach mehr als 14 Monaten. Er landete bei 82 und 88 Metern. Das "Suomi"-Team enttäuschte mit Platz acht aber einmal mehr, im Nationencup sind die Finnen gar nur Neunte.

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