Guten Morgen

Pinker Doskozil | Nervöse Schwarze

Sepp Schellhorn - ja der, für den ein Schnitzerl um 32 Euro „normal“ ist - macht kein Geheimnis draus: Es dürstet ihn nach Politik. Auf der Nachrichtenplattform X - vormals Twitter - schürt er gekonnt Gerücht um Gerücht um seine mögliche Rückkehr. Ob mit einer eigenen Liste oder doch in den Schoß seiner pinken Heimat? Das lässt der streitbare Gastronom und ehemalige NEOS-Wirtschaftssprecher schmunzelnd unkommentiert. Während die Pinken thematisch seit Monaten kaum Treffer landen, an Plenartagen kaum Themen platzieren können, füllt das Tuscheln über Schellhorn die medialen (Web-)Seiten. Die Frage, die sich alle stellen: Plant er einen Putsch gegen die pinke Chefin und letzte verbliebene Frau an einer Parteispitze, Beate Meinl-Reisinger? Dieser Verdacht sei nicht so abwegig, schreibt „Krone“-Politikexpertin Ida Metzger, weil der Salzburger betont, dass er nicht als normaler Abgeordneter zurückkommt. Und Schellhorn soll in einer Umfrage eruieren lassen, wie eine eigene Liste beim Wähler ankommen würde. Aber auch, wie die NEOS unter Meinl-Reisinger bei den Nationalratswahlen abschneiden würden. Eine solche Umfrage gab es erst kürzlich nicht in Pink, sondern in Rot. Doskozil oder Rendi-Wagner, lautete die Frage. Wie das ausging, wissen wir alle. Gäbe es bei den NEOS einen lachenden Dritten, einen „pinken“ Babler? Wenn ja, dann hält er sich bis jetzt nobel - und strategisch geschickt - zurück. Noch.

Noch sei man nicht im Wahlkampf, wird die schwarze Kanzlerpartei nicht müde, zu betonen. Und dennoch ist zu spüren, wie die Nervosität steigt. Das Duell Nehammer gegen Kickl: Es hat begonnen. Die Gegner lassen einander nicht aus den Augen, jeder strategische Zug, jede politische Aussage wird gesehen, analysiert. Und ebenso jeder mediale Auftritt. Oder Nicht-Auftritt, wie jüngst jener von Herbert Kickl, der dem Puls-24-Bürgerforum eine Abfuhr erteilte. Er diskutiere lieber im Wirtshaus, ließ er verlautbaren. Die Medien berichteten, die politischen Gegner kritisierten - und schäumten hinter vorgehaltener Hand und gegenüber Journalisten, warum man dem FPÖ-Chef diese Plattform gönne. Das nütze ihm, man helfe ihm. Ja, die Nervosität, dass Kickl am Wahltag hält, was ihm die Umfragen derzeit versprechen, ist groß - vor allem bei der ÖVP. Ja, ein blauer Platz 1 ist realistisch, wird immer wahrscheinlicher - auf Kosten der ÖVP. Ja, darüber zu schreiben, bringt ihm Öffentlichkeit. Die bedeutet aber nicht gleich Erfolg. Für den (mit-)verantwortlich sind jene, die voller Nervosität lieber Feinde suchen, als Lösungen zu finden - Lösungen für die Krisen, die das Leben der Österreicher bestimmen. Und das schafft aktuell vor allem eine Partei nicht: die ÖVP. Kein Wunder, dass die Nervosität wächst. (ts)

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