27.05.2005 12:33 |

Ist "light" auch light?

Aus für Mogelwerbung bei Nahrungsmitteln

Angaben wie "fettarm" und "light" in der Lebensmittelwerbung müssen künftig unter wissenschaftlichen Kriterien nachbeweisbar sein, sonst dürfen sie nicht mehr auf der Packung abgedruckt sein. Das hat das EU-Parlament am Donnerstag beschlossen.

Weiters wurden neue Vorschriften zum Zusatz von Vitaminen und Mineralstoffen in Lebensmitteln beschlossen. Mehr als 100 Vitamin-Kombinationen und Mineralstoffe wurden auf eine sogenannte "Positivliste" gestellt. Diese dürfen künftig in Lebensmittel gemischt werden, sollten aber entsprechend ausgezeichnet werden.

Die Vitamin-Verordnung empfiehlt auch, dass Richtwerte für den täglichen Verbrauch bestimmter Mittel festgelegt werden. Außerdem soll eine "Negativliste" von Substanzen, die Lebensmitteln nicht zugesetzt werden dürfen, erstellt werden.

Der Verband der europäischen Verbraucherschützer (BEUC) kritisierte das neue Gesetz, weil es Hersteller nicht zur Angabe eines hohen Gehalts an Fett, Zucker oder Salz verpflichte. Der hohe Fettgehalt von zb. Chips sei Ursache überhöhter Cholesterinwerte, so die Kritiker. Glauben zu machen, dass Chips mit Kalziumzusatz eine positive Auswirkung auf die Knochen haben, sei ebenso irreführend.

 

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