Sonntagsspiel

Nullnummer bei Wiener Neustadt gegen Rapid

Fußball
12.02.2012 18:08
Winterkönig Rapid ist zum Frühjahrsauftakt in der tipp3-Bundesliga bei Wiener Neustadt über ein 0:0 nicht hinausgekommen. Die Hütteldorfer scheiterten am Sonntag in einer phasenweise interessanten Partie am eigenen Unvermögen oder an Neustadts Goalie Jörg Siebenhandl und könnten damit von den Salzburgern, deren Partie gegen Innsbruck verschoben wurde, überholt werden. Neustadt ist vor eigenem Publikum seit fünf Runden ungeschlagen, Rapid hat schon seit zehn Spielen nicht mehr verloren.

Rapid-Coach Peter Schöttel konnte nicht mit seiner kompletten Wunschelf antreten. Für Thomas Prager rückte im defensiven Mittelfeld Boris Prokopic in die Startformation, im rechten Mittelfeld ersetzte Deni Alar den erkrankten Christopher Trimmel. Bei den Hausherren, die auf Fernando Troyansky, Thomas Kral, Mario Reiter, Christian Ramsebner und Stürmer Günter Friesenbichler verzichten mussten, gab im Mittelfeld Christoph Saurer, der in Hütteldorf nicht Fuß fassen hatte können, ein solides Debüt.

4.000 Zuseher bei minus sieben Grad
Trotz vergleichsweise guter Bodenverhältnisse ließ das kalte und mit viel Sand präparierte Spielfeld wie schon in den Samstagspartien feinen Kombinationsfußball nur selten zu. Dennoch bot sich bei minus sieben Grad den 4.000 Wackeren auf den Rängen eine durchaus interessante Partie. Die Gastgeber starteten zwar besser, Rapid übernahm aber recht bald das Kommando und hatte auch die klar besseren Chancen.

Wiener Neustadts Schlussmann Jörg Siebenhandl stand mehrere Male im Zentrum des Geschehens, parierte etwa einen Schuss von Christopher Drazan (16.) und entschärfte mit einer sehenswerten Parade einen schön angetragenen Freistoß von Rapid-Kapitän Steffen Hofmann. In Minute 24 war aber auch er nach einer Alar-Vorlage auf den dynamischen und quirligen Solospitze Guido Burgstaller bereits geschlagen, der Ball kullerte aber nur Zentimeter am langen Eck vorbei. Rapid-Goalie Lukas Königshofer musste lange Zeit kaum eingreifen, klärte kurz vor der Pause bei einem Schuss von Willi Evseev und parierte kurz nach Wiederbeginn einen Versuch Mario Pollhammers (53.).

Die zweite Hälfte hatte lange Zeit kaum Sehenswertes zu bieten, erst in der 75. Minute musste Siebenhandl nach einem Hofmann-Freistoß und anschließendem Kopfball Sonnleitners wieder in Aktion treten. Eine Viertelstunde zuvor hatte Schöttel dem 20-jährigen Offensivmann Lukas Grozurek, der für Alar kam, zu seinem Bundesligadebüt verholfen.

Hofmann-Freistoß an die Stange
In der Schlussphase versagte Fortuna Grün-Weiß den Beistand: Erst klopfte Hofmann beim Freistoß an der Stange an, und bei Burgstallers folgendem Kopfball war einmal mehr Siebenhandl zur Stelle, der somit den Punkt rettete. Bundesliga-Debütant Lukas Grozurek, der nach einer Stunde für Alar gekommen war, vergab kurz vor dem Ende aus aussichtsreicher Position.

Stimmen zum Spiel
Peter Schöttel (Rapid-Trainer): "Weil wir mehr Chancen gehabt haben und mehr fürs Spiel getan haben, hätten wir den Sieg wahrscheinlich verdient. Aber so nehmen wir eben einen Punkt mit. Da ist man natürlich enttäuscht. Der Platz war sensationell für die Bedingungen, aber trotzdem war es hart, da kommt das flüssige Spiel nicht zustande."

Peter Stöger (Wiener-Neustadt-Trainer): "Ich bin mit dem Punkt zufrieden, aber auch mit der Art und Weise, wie wir versucht haben, mitzuspielen. Und wir haben in der zweiten Hälfte versucht, nachzulegen. Wir wollten es den Rapidlern nicht zu leicht machen, kompakt sein. Das hat funktioniert. Und der Jörg Siebenhandl hat super gehalten. Ein Punkt ist super für uns."

Jörg Siebenhandl (Wiener-Neustadt-Tormann): "Am schwierigsten war der Freistoß von Hofmann in der 29. Minute zu erwischen. Ich bin sehr zufrieden, aber der Dank geht auch an die Mannschaft, weil sie nicht viel zugelassen hat."

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