Ultimatum wegen Kurden

Iran verlegt Panzer an die Grenze zum Irak

Ausland
13.09.2023 14:04

Iranische Medien haben am Mittwoch Aufnahmen von Panzern auf dem Weg Richtung Iraks Grenze gezeigt. Offenbar erhöht das Mullah-Regime nun den Druck auf seinen Nachbarn wegen kurdischer Separatistengruppen, die sich auf irakischem Territorium befinden. Dem Vernehmen nach wurde auch ein Ultimatum gestellt: Bis zum 19. September sollen die kurdischen Milizen entwaffnet werden.

Nach Angaben aus Teheran hatte sich der Irak Ende August in einem Abkommen beider Länder zu so einem Schritt verpflichtet. Die Islamische Republik wirft kurdischen Parteien und Gruppen im Nordirak vor, die landesweiten Proteste im Iran im Herbst 2022 unterstützt zu haben. Besonders in den iranischen Kurdengebieten ging der Sicherheitsapparat damals wie heute mit Härte gegen Demonstranten vor. Irans Streitkräfte griffen seit vergangenem Jahr regelmäßig Ziele im Nachbarland mit Raketen und Drohnen an.

2022 war mit Ministerpräsident Mohammed Shia al-Sudani ein Mann im Irak an die Spitze der Regierung gerückt, der breite Unterstützung iranischer Gruppen erhält. Die Kurdengebiete im Norden des Iraks sind hingegen autonom verwaltet mit einem eigenen Parlament in der Metropole Erbil.

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