Leonore Gewessler (Grüne) hat am Montag anlässlich des 14. Österreichischen Radgipfels in Hohenems erneut das Potenzial des Radfahrens im Alltagsverkehr unterstrichen. Bereits jetzt seien 2,7 Millionen Österreicher mehrmals pro Woche mit dem Fahrrad unterwegs, den Radverkehrsanteil gelte es weiter auf 13 Prozent zu verdoppeln.
Winfried Hermann (Grüne), Verkehrsminister von Baden-Württemberg, betonte den Austausch. Er nehme mehrere Ideen vom Radgipfel mit nach Hause.
Die zweitägige Informations- und Diskussionsveranstaltung zeige, „wie viele Menschen das Thema bewegt und wie viele Experten wir zum Thema haben“, sagte Gewessler.
Bund investiert in neue Radwege
Um den Radverkehrsanteil zu erhöhen, investiere der Bund viel Geld in neue Radwege und anderweitige Förderungen. 2023 seien für das Förderprogramm 68 Millionen Euro budgetiert. Seit 2020 habe man rund 392 Kilometer an Radinfrastruktur sowie mehr als 3700 Radabstellanlagen österreichweit finanziell unterstützt, so die Ministerin.
„Klima schützen“
Grundsätzlich wolle man Mobilität ermöglichen und gleichzeitig das Klima schützen, sagte Hermann. „Es ist wichtig, dass man Radverkehrspolitik strategisch angeht und entsprechende Infrastruktur schafft“, so der baden-württembergische Verkehrsminister.
Immer merh „Alltagsradler“
Vorarlbergs Mobilitätslandesrat Daniel Zadra (Grüne) stimmte zu: „Wenn wir das Angebot schaffen, wird es auch angenommen“, verwies er auf die offiziellen Zählstellen. In Vorarlberg gebe es immer mehr „Alltagsradler“, nicht nur im Sommer.
Zur Infrastruktur müsse aber auch eine Radkultur hinzukommen, betonten die Politiker. Das unterstrich Dieter Egger (FPÖ) als Bürgermeister von Hohenems. „Radkultur ist für uns eine Haltung“, stellte das Stadtoberhaupt fest. Man stelle Angebote vor Verbote oder den erhobenen Zeigefinger.









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