"Ich habe nichts von der Vignettenpflicht gewusst" oder "Ich muss schnell ins Krankenhaus": Im Falle einer Kontrolle haben Vignettensünder schnell eine Ausrede parat. Die Maut-Kontrolleure strafen jedoch ausnahmslos ab, und die Asfinag ist nicht zimperlich. In der Regel sind 120 Euro Strafe zu zahlen. Im Fall einer Manipulation – etwa durch das Anbringen der Vignette mittels Klebestreifen – sind es sogar 240 Euro.
Auf der Jagd nach den Vignettensündern sind mehr als 100 Maut-Sheriffs der Asfinag und fünf digitale Kamerasysteme österreichweit im Einsatz. Auch die Polizei straft ab. "Es ist zwar nicht unsere Hauptaufgabe, aber erwischen wir wen auf der Autobahn ohne Pickerl, muss er natürlich zahlen", so Adolf Winkler, Chef der Kärntner Verkehrspolizei.
"Rund 99 Prozent haben eine gültige Vignette"
Die scharfen Kontrollen zeigen Wirkung: Pro Jahr werden "nur" noch 130.000 Vignettensünder in Österreich erwischt. "Das heißt, rund 99 Prozent der Lenker haben bereits eine gültige Vignette", so die Asfinag.
Wer die neue Vignette erst anbringen muss, sollte Vorsicht walten lassen, denn Kälte tut ihr nicht gut. "Bei Frost kann sie abfallen. Daher lieber erst aufbringen, wenn man ein paar Minuten gefahren und es im Auto wärmer ist", so Sandra Ruckhofer vom ÖAMTC. Und es sollte beim ersten Versuch bleiben: Denn nachträgliches Verrücken kann vernichtende Folgen für die Vignette haben.
Die Pkw-Jahresvignette kostet 77,80 Euro, eine Zweimonatsvignette 23,40 Euro und die Zehntagesvignette acht Euro. Für Motorradfahrer kostet das ganzjährige Mautpickerl 31 Euro. Die neue Vignette bleibt bis 31. Jänner 2013 gültig.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.