Parits im Stress

Austria auf der Suche nach neuem Stürmer und Goalie

Fußball
25.01.2012 11:04
Thomas Parits hat dieser Tage alle Hände voll zu tun. Aus einem ruhigen Trainingslager in Lara ist nichts geworden, stattdessen ist der Austria-Sportvorstand nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Pascal Grünwald sowie dem Abgang von Nacer Barazite auf der Suche nach Verstärkungen. Bis zum Transferschluss Ende Jänner sollen ein starker Goalie und ein guter Stürmer gefunden werden.

Die Lücke von Barazite dürfte ein Legionär schließen. "Zum jetzigen Zeitpunkt glaube ich, dass ich einen Spieler aus dem Ausland holen werde. In Österreich ist momentan der Markt sehr schmal, es gibt wenige Spieler, die zu haben sind, die meisten, die im Umlauf sind, haben Verträge", verriet Parits. Zwei, drei Spieler seien konkret im Gespräch. "Ich habe nur mehr knapp eine Woche Zeit, ich bin aber auf einem guten Weg und hoffe, dass es mir wirklich gelingt, einen Spieler zu finden, der zu uns passt und uns auch weiterbringt", sagte Parits.

Kommt Kapfenberg-Goalie Wolf?
Das gilt auch für die Tormannposition, die also nicht mit einer klassischen Nummer zwei nachbesetzt werden soll. "Wir wollen einen gleichwertigen Goalie holen, der mit Heinz Lindner um die Nummer-eins-Position kämpft", betonte Austrias Sportvorstand. Parits ist mit drei Torleuten im Gespräch, einer davon dürfte Kapfenbergs 23-jähriger deutscher Schlussmann Raphael Wolf sein. "Wenn das die Kapfenberger Seite sagt, ist das okay. Ich werde aber keine Namen kommentieren", erklärte der Burgenländer. Das Angebot an Tormännern ist jedenfalls groß, aus aller Welt werden den Violetten dieser Tage Goalies angeboten.

Die Idee, nur auf die eigenen Jungtormänner Stefan Krell (19) und Osman Hadzikic (15) als Backup zu setzen - nach Vorbild der Admira -, hatten die Wiener schnell ad acta gelegt. "Wir haben zwei große Talente, aber sie sind noch nicht so weit", sagte der 65-Jährige.

Holland hat "den nötigen Biss"
Die Austria hat sich bisher nur mit dem australischen defensiven Mittelfeldspieler James Holland verstärkt. Der 22-Jährige scheint zu einem fixen Bestandteil der Austria-Mannschaft zu werden, konnte auch am Dienstag beim 0:0-Remis im Testspiel gegen CFR Cluj überzeugen. "Er ist ein Talent und ein richtiger Australier mit dem nötigen Biss. Er will was werden und ich bin tausendprozentig davon überzeugt, dass er eine große Verstärkung ist", lobte Parits den Neo-Austrianer.

Ivica Vastic sieht die Sache ähnlich. "James ist ein Spieler mit gutem Charakter, ein positiver Typ, der gut hineinpasst. Er hat Eigenschaften, die wir im zentralen defensiven Mittelfeld brauchen. Nur die Spielpraxis fehlt ihm noch etwas und er wirkt von den Trainings etwas müde", sagte der Austria-Trainer.

Nichts geworden ist es für die Austria mit der Verpflichtung zweier Offensivspieler, an denen Parits schon zu Beginn der Transferzeit dran war. Einer davon entschied sich aus finanziellen Gründen für ein Engagement in Schweden, der andere, Marti Riverola, Mittelfeldspieler von Barcelonas B-Team, durfte sich just an jenem Tag, an dem Parits nach Barcelona gereist war, um mit ihm zu verhandeln, über eine Vertragsverlängerung freuen. "Ich kann keine teuren Spieler wie Salzburg holen. Ich muss Spieler holen wie Barazite, die uns nichts kosten", betonte Parits.

Parits hat mit Barazites Wechsel gerechnet
Der Wechsel von Barazite zum AS Monaco kam für Parits übrigens nicht überraschend. "Ich habe schon damit gerechnet, weil ihn viele Scouts immer wieder beobachtet haben. Er hat sich ein Jahr lang bei uns wirklich sehr gut entwickelt", sagte Austrias Sportvorstand über den niederländischen 19-fachen Saisontorschützen. Der Vertrag wurde am Dienstagabend von den Wienern unterzeichnet, über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart.

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