09.01.2012 08:56 |

"Geständnis" im TV

Angeblicher US-Spion im Iran zum Tode verurteilt

Ein angeblicher Agent des US-Geheimdienstes CIA ist im Iran zum Tode verurteilt worden. Der iranisch-stämmige US-Amerikaner Amir Mirza Hekmati sei der "Zusammenarbeit mit einem feindlichen Land und der Spionage für die CIA" schuldig befunden worden, wie die Nachrichtenagentur Fars am Montag berichtete. Die Todesstrafe wurde demnach vom Revolutionsgericht in Teheran verhängt.

Bereits Mitte Dezember war im iranischen Staatsfernsehen ein "Geständnis" von Hekmati zu sehen gewesen, in dem er sowohl in der Landessprache Farsi als auch auf Englisch erklärte, er arbeite für die CIA und seine Aufgabe sei es, den iranischen Geheimdienst zu infiltrieren. Seine Familie in den USA erklärte hingegen, dass der ehemalige US-Marine lediglich seine Großmutter im Iran besuchen wollte.

Hekmati soll laut dem iranischen Staatsfernsehen im Jahr 2001 in die US-Armee eingetreten sein und eine jahrelange Ausbildung als Geheimagent absolviert haben. Später sei er auf den US-Stützpunkt Bagram in Afghanistan geschickt worden, wo er Zugang zu Geheimdokumenten gehabt habe. Der iranische Geheimdienst habe "die Aktivitäten in Bagram überwacht" und den Agenten so entlarvt, hatte das Staatsfernsehen weiter berichtet.

Beziehungen zwischen USA und Iran verschlechtert
Die Führung in Teheran meldet regelmäßig die Festnahme von "Spionen", die für die USA oder Israel arbeiten sollen. In der Regel werden dabei keine genauen Angaben dazu gemacht, was ihnen genau vorgeworfen wird. Die Beziehungen zwischen dem Iran und den USA hatten sich zuletzt weiter verschlechtert, nachdem der Iran mit einer Blockade der für internationale Öltransporte wichtigen Meerenge von Hormuz gedroht hatte. Die USA und andere westliche Staaten haben in der Region Kriegsschiffe stationiert.

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