„Stodl Rast“

Heuriger als „Probelauf“ für zwei syrische Brüder

Burgenland
22.07.2023 16:53

Dass Integration von Aus- und Inländern funktioniert, zeigt sich in Nickelsdorf - hier haben zwei syrische Brüder jetzt einen Heurigen übernommen. 

Diese beiden sind 2015 mit dem großen Flüchtlingsstrom nach Nickelsdorf gekommen und haben sich in Österreich ein neues Leben aufgebaut. Luai Alhussein absolvierte eine Lehre als Spannungstechniker und arbeitete außerdem als Kellner in einem Gasthaus in seiner neuen Heimatgemeinde, sein Bruder Ali absolvierte in Wien eine Kochlehre und war zuletzt auch im Hilton beschäftigt.

Luai und Ali haben definitiv die Liebe zur Gastronomie entdeckt. Also, kein Wunder, dass sie in Nickelsdorf daraus etwas machen wollten. Nachdem es in der Grenzgemeinde seit April diesen Jahres kein regelmäßig geöffnetes Gasthaus, sondern lediglich nur mehr zwei kleine Cafés ohne Speisenangebot und das Haus Pfefferkorn (Hervorragendes Essen, wunderschönes Ambiente vor allem im Gastgarten, nach Vorbestellung wird man von Monika und Gerhard Meixner bestens bewirtet und bekocht), haben die zwei beschlossen, ab September das „RISA“ zu übernehmen. Mit Caterina, integriertem Postpartner, einer orientalisch-burgenländischen Karte und Zimmervermietung. Dazu aber dann mehr, wenn die Brüder dort durchstarten

Als Probelauf ein Heuriger
Sozusagen als „Probelauf“ ist ihnen jetzt noch die „Stodl Rast“ dazwischen gekommen. Der beliebte Heurige wäre heuer geschlossen geblieben, da sich sein Pächter einer Operation unterziehen muss. Kurzerhand haben Luai und Ali das Lokal übernommen. Seit Donnerstag ist geöffnet, freie Plätze gab es die vergangenen Tage so gut wie gar keine. „Bis Ende September haben wir den Heurigen von Donnerstag bis Sonntag ab 16 Uhr geöffnet“, ist Luai mehr als motiviert.

„Wir wollen jetzt schon zeigen, wie gut wir sind!“ Das Motto der Brüder: „Wenn sich Tradition mit Innovation verbindet, ja, da kann nur Gutes herauskommen. Das zeigt ebenso die Karte, die eine Mischung aus burgenländischer und orientalischer Küche ist. Denn da findet man ein Schmalzbrot mit Zwiebeln genauso wie eine Couscous Bowl.“ Genauso eine gelungene „Mischkulanz“ ist übrigens die Heurigen-Crew. Denn neben den Brüdern aus Syrien arbeitet in der Küche noch ein Pakistani und im Service sind ein Slowake und eine Ukrainerin tätig – und Nickelsdorferinnen helfen ebenso mit. Denn Luai und Ali sind geschätzte Mitglieder der Nickelsdorfer Gesellschaft.

Einer, der gerne bei den Brüdern zu Gast ist, ist Bürgermeister Gerhard Zapfl. „Ich freue mich wirklich, dass es noch Menschen gibt, die den Mut haben, sich der Gastronomie zu widmen“, so Zapfl. „Vor allem, weil es in Nickelsdorf kein Gasthaus mehr gibt. Umso mehr begeistert mich auch, dass Luai und Ali die burgenländische Küche und die ihre mischen. Dass die Kombination bestens funktioniert, sieht man hier bei uns in Nickelsdorf!“

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