Regenbogenparade

Verdächtige bestreiten ernsthafte Anschlagspläne

Österreich
20.06.2023 10:49

Die beiden jugendlichen Verdächtigen bestreiten, ernsthafte Anschlagspläne auf die Wiener Regenbogenparade am Wochenende gehabt zu haben (siehe Video zur Parade oben). Sie hätten lediglich die Teilnahme an Chats eingeräumt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten am Dienstag.

Die Staatsanwaltschaft hat jetzt Beschwerde gegen die Haftentlassung eines 20-Jährigen eingelegt. Bei ihm soll „kein dringender Tatverdacht“ bestehen, die weiteren beiden Verdächtigen (14 und 17 Jahre alt) sitzen noch in Untersuchungshaft. Nun ist das Oberlandesgericht Wien am Zug.

Wie berichtet, wird gegen die drei mutmaßlichen Islamisten wegen terroristischer Vereinigung und krimineller Organisation ermittelt. Das Trio war Samstagmittag festgenommen worden, ungefähr eine Stunde vor Beginn des Paradezugs. Am Sonntag wurde dann über zwei Verdächtige die Untersuchungshaft verhängt, der 20-jährige Bruder des 17-Jährigen wurde auf freien Fuß gesetzt. Die beiden älteren Beschuldigten wohnen in St. Pölten, der 14-Jährige lebt in Wien.

Eltern nicht radikalislamistisch oder stark religiös
Alle drei Verdächtigen sind in geordneten familiären Verhältnissen aufgewachsen. Ihre Eltern sollen weder stark religiös noch radikalislamistisch sein. Die Jugendlichen dürften sich online und nicht in Moscheen radikalisiert haben. Einem geregelten, strukturierten Alltag gingen sie zuletzt nicht nach, wie jetzt bekannt wurde. 

ÖVP will Sicherheitsgipfel
Die St. Pöltner Volkspartei forderte unterdessen einen Gipfel mit Sicherheitsbehörden, Integrationsexpertinnen, Integrationsexperten und allen Gemeinderatsfraktionen. Von den Verantwortlichen sei lange genug weggeschaut worden. „Die Landeshauptstadt rückt hier immer wieder in den Fokus. Wir müssen uns in St. Pölten daher dringend darüber unterhalten, wie wir die religiöse und gesellschaftliche Radikalisierung von jungen Menschen hintanhalten können“, sagte ÖVP-Klubobmann Florian Krumböck.

Er verwies auf die aktuell aufgedeckten Anschlagspläne, den Terroranschlag im November 2020 in Wien und die Hausdurchsuchungen 2017 nach der Explosion einer Pizzeria in Hollabrunn.

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